Verlustbringern Kampf angesagt
Infineon-Chef räumt weiter auf

Nach der angekündigten Schließung des Münchner Werks sagt Infineon-Chef Wolfgang Ziebart bei Europas größtem Halbleiterkonzern weiteren Verlustbringern den Kampf an. Nun will er den roten Zahlen in Teilen des Kommunikationsgeschäfts ein Ende bereiten.

HB MÜNCHEN. „Diese Verluste werden wir so nicht weiterführen“, sagte Ziebart am Dienstag in München. Die Teilsegmente Wireless-Infrastruktur, private Breitband-Zugangslösungen sowie optische Netze schrieben nicht hinnehmbare rote Zahlen. Diese Teilbereiche würden entweder saniert, verkauft oder geschlossen.

Für einige Bereiche sehe er gute Chancen für das Erreichen der Gewinnzone, sagte Ziebart. In einigen wenigen rechtfertige eine Sanierung den Aufwand aber nicht. „Ich persönlich würde den größten Anteil dieser Entscheidungen in diesem Geschäftsjahr sehen“, fügte der Vorstandschef hinzu. Details nannte er nicht.

Die Aussichten für die Branche beurteilte der im September gestartete Manager allerdings etwas positiver als noch Ende vergangenen Jahres und bekräftigte, im laufenden Geschäftsjahr operativ schwarze Zahlen zu schreiben. „Das Ziel bleibt bestehen“, sagte Ziebart am Dienstag in München. Auch die im Januar getroffenen Aussagen für das laufende zweite Quartal, wonach Umsatz und Ergebnis erneut sinken sollen, hätten Bestand.

Für den Gesamtmarkt, der nach Einschätzung von Experten 2005 stagnieren dürfte, deutete Ziebart verhaltenen Optimismus an. Vor drei Monaten hätte er das Glas noch als „halb leer“ bezeichnet - nun halte er es für halb voll, sagte er. Bei manchen Produkten hätten sich etwa die Lagerbestände verringert. „Hier reagiert die ganze Industrie professioneller als 2001.“ In den Jahren 2001 und 2002 hatte die Halbleiterbranche die schwerste Krise seit ihrem rund 50-jährigen Bestehen durchlebt.

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