Verluste im verbliebenen Geschäft, aber steigendeUmsätze im Portal-Geschäft
Web.de will neue Wege gehen

Steigende Verluste im verbleibenden Geschäft und operativer Gewinn im Portal-Geschäft - die Halbjahresbilanz von Web.de fällt geteilt aus. Nach dem Verkauf des Web-Portals strebt der Internet-Dienstleister unter dem Namen Combots AG nun die Marktführerschaft unter den Internet-Kommunikationsplattformen an.

HB KARLSRUHE. Der Internet-Dienstleister Web.de hat in dem nach dem geplanten Verkauf seines gleichnamigen Web-Portals verbleibenden Geschäft im ersten Halbjahr steigende Verluste eingefahren. Der operative Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) im fortzuführenden Geschäft sei in den ersten sechs Monaten auf 5,6 (Vorjahr: minus 4,5) Millionen Euro gestiegen, teilte das im Technologieindex TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Karlsruhe mit.

Im Portal-Geschäft steigerte Web.de Umsatz und operativen Gewinn hingegen weiter deutlich. Dieses Portal, eines der größten im deutschsprachigen Raum, wird Web.de - einschließlich des Markennamens - für aktuell mehr als 350 Millionen Euro in bar und in Aktien an den Internetdienstleister United Internet (GMX,1&1) in Montabaur verkaufen. „Dadurch sind unsere Aktionäre auch weiterhin an seiner erfolgreichen Entwicklung beteiligt“ sagte Unternehmenssprecher Oliver Schwartz. Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse hier auf 13,7 Millionen Euro auf 10,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe sich um 131 Prozent auf 3,7 Millionen Euro erhöht.

Die im Tec-DAX gelistete Web.de strebt künftig unter dem Namen Combots AG und mit dem gleichnamigen Nachfolgeprodukt der verlustreichen Internet-Kommunikationsplattform Comwin in einigen Jahren die Marktführerschaft an. „Wir werden noch in diesem Jahr das Produkt international vorstellen“, kündigte Schwartz an. Das neue System soll neben einem leichteren Datenaustausch eine bequeme Kommunikation mittels Telefon, Handy und Computer ermöglichen. Mit einem Vorgängerprodukt erwirtschaftet Web.de seit drei Jahren bei minimalen Umsätzen Millionenverluste. Bisher bietet Web.de neben dem Portal kostenlose und kostenpflichtige E-Mail-Dienste an.

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