Vertrag von Chefredakteur Stefan Aust soll verlängert werden
Spiegel prüft englischsprachige Ausgabe

Von dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ wird es künftig möglicherweise eine monatlich erscheinende englischsprachige Ausgabe geben. Über diese Pläne werden am Mittwoch die Gesellschafter des Spiegel-Verlages in einer außerordentlichen Versammlung beraten. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der Gesellschafter. Ob bereits eine Entscheidung angestrebt wird, war am Dienstag noch unklar.

HAMBURG. Zu den Gesellschaftern des Verlages gehören die Mitarbeiter KG, das Verlagshaus Gruner+Jahr (G+J) sowie die vier Erben des verstorbenen Zeitschriftengründers Rudolf Augstein, darunter Jakob Augstein. Er bestätigte gestern den Termin der Gesellschafterversammlung. Zu Inhalten wollte er sich aber nicht äußern. Eine Spiegel-Sprecherin und G+J nahmen keine Stellung zu den Informationen.

Wie das Handelsblatt aus den Kreisen weiter erfuhr, soll auf der Versammlung über eine Vertragsverlängerung des Chefredakteurs Stefan Aust um fünf Jahre entschieden werden. Eine Verlängerung gilt in Verlagskreisen als sicher. Aust wurde Ende 1994 Chefredakteur des Magazins.

Seine Ernennung sorgte damals für Aufregung. Der Grund: Herausgeber Rudolf Augstein hatte Aust als Wunschkandidaten für die Nachfolge von Hans Werner Kilz benannt. Dagegen wehrten sich zunächst die Mitarbeiter, sie beugten sich aber später, nachdem Augstein mit einem Rückzug als Herausgeber gedroht hatte.

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