Vertragsverlängerung

Sky-Chef Sullivan bleibt zwei weitere Jahre

Brian Sullivan wird auch in den kommenden beiden Jahren Chef des Bezahlsenders Sky bleiben. Der Vorstandsvorsitzende strebt für das kommende Jahr erstmals einen Gewinn an. Die vergangenen Quartale sprechen dafür.
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Der Vorstandsvorsitzende von Sky, Brian Sullivan, bleibt für zwei weitere Jahre. Quelle: dpa

Der Vorstandsvorsitzende von Sky, Brian Sullivan, bleibt für zwei weitere Jahre.

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MünchenDer defizitäre Bezahlsender Sky Deutschland hat den Vertrag mit Unternehmenschef Brian Sullivan um weitere zwei Jahre verlängert. Wie der Sender am Freitag in München mitteilte, läuft der Vertrag nun bis Ende Dezember 2014. Der Amerikaner ist seit 1. April 2010 Chef des Senders.

Geschäftlich scheint sich das Blatt bei den Münchnern zum Guten zu wenden. Der Sender konnte zwischen Juli und September das zweite Quartal in Folge operativ einen Gewinn vorlegen. Das Minus unter dem Strich verringerte sich weiter. Im dritten Quartal profitierte der vom Medienunternehmer Rupert Murdoch kontrollierte Sender von einer deutlich höheren Kundenzahl. Zudem nutzten die Abonnenten immer mehr Dienste. Dadurch stieg der Umsatz pro Kunde weiter an.

Sky - einmal Hölle und zurück
Premiere fährt 2008 Rekordverlust ein
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Im Jahr 1991 geht der Bezahlfernsehsender Premiere auf Sendung. Im Programm: aktuelle, im Free-TV noch nicht ausgestrahlten Spielfilme, Dokumentationen, Konzerte und vor allem jede Menge Sport, darunter auch Live-Übertragungen der Fußball-Bundesliga. Doch die Schaulust hält sich in Grenzen: geguckt wird lieber in Bars und Kneipen statt zu Hause vor dem Fernseher, daran können auch Eigenproduktionen wie „Zapping“ oder „Kalkofes Mattscheibe“ sowie unverschlüsselte „Schnuppertage“ nichts ändern. Trotz der hohen Bekanntheit erreicht Premiere nicht die angestrebte siebenstellige Abonnenten-Zahl. Das Unternehmen schreibt rote Zahlen.

Leo Kirch erscheint vor Gericht
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Trotz der wirtschaftlichen Schieflage bleibt Premiere eines der Lieblingsprojekte von Gründervater Leo Kirch. Früh versucht der Medienunternehmer die Mitgesellschafter Bertelsmann und Canal Plus aus den Verträgen herauszukaufen, um den Sender nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Erst 1997, nachdem Kirch – erfolglos – versucht, einen Konkurrenzkanal, DF1, zu etablieren, glückt die Übernahme. Noch im selben Jahr startet Premiere sein digitales Angebot und wechselt von einem analogen auf drei digitale Kanäle.

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Zwei Jahre später verschmilzt Premiere mit DF1. Neuer Name: Premiere World. Die Probleme aber sind die alten: Allen Anstrengungen zum Trotz schafft es der Pay-TV-Sender nicht, sich aus den roten Zahlen zu befreien. Im Gegenteil. 2001 beläuft sich das Minus auf fast eine Milliarde Euro – ein Desaster für die Kirch-Gruppe, die im Jahr darauf Insolvenz anmelden muss.

Investorengruppe Permira
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Auch für Premiere scheint Schluss. Doch letztlich findet der Sender einen Investor. Das Private-Equity-Unternehmen Permira übernimmt im März 2001 64,1 Prozent der Anteile; jeweils zehn Prozent gehen an die Bayerische Landesbank und die Hypo-Vereinsbank. 3,5 Prozent bekommt die Bawag. Die restlichen Anteile erwirbt das Management um Geschäftsführer Georg Kofler, der kurz vor der Insolvenz der Kirch-Gruppe die Leitung übernommen hatte.

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Einige Monate später stockt Kofler seinen Anteil um weitere zehn Prozent auf. Zudem verordnet er dem Sender einen strikten Sparkurs. Die Vorgabe: Qualität statt Quantität. Dass sich hinter dem neuen Konzept mehr als Worthülsen verbergen, zeigt sich im Jahr darauf. 2004 überschreitet Premiere die Grenze von drei Millionen Abonnenten, das Unternehmen schreibt zum ersten Mal schwarze Zahlen.

Premiere-Börsengang - Georg Kofler
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Premiere auf dem Parkett: Im März 2005 geht der Pay-TV-Sender an die Börse. Der Start verläuft vielversprechend: Die Aktien beenden den ersten Handelstag an der Frankfurter Wertpapierbörse mit 31,80 Euro, der Ausgabepreis lag bei 28 Euro. Analysten räumen dem Unternehmen gute Chancen auf weitere Kursgewinne ein. Eins hatten sie allerdings nicht kommen sehen.

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Die Entwicklung von Premiere steht und fällt mit den Exklusiv-Rechten an der Fußball-Bundesliga. Am 21. Dezember 2005 kommt es, wie es kommen muss: Der Bezahlsender verliert den Poker um die Fußballrechte für die nächsten drei Spielzeiten gegen den Mitbewerber „Arena“, eine Tochter des Kabelnetzbetreibers Unitymedia. Für die Aktionäre ist es ein Schock: Am selben Tag verliert die Aktie 40 Prozent an Wert.

Sullivan bekräftigte Mitte November das Ziel, 2013 erstmals auf Jahressicht einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

 
  • dpa
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