Vertrauensschutz der Kunden geht vor
Telekom darf XXL-Tarif weiter anbieten

Telekom-Kunden, die den umstrittenen so genannten "Nulltarif"-Pauschalvertrag haben, dürfen künftig am Wochenende kostenlos telefonieren - auch über die Weihnachtstage.

HB DÜSSELDORF. Die Deutsche Telekom darf ihre Pauschaltarife, die unter anderem kostenloses Telefonieren am Wochenende ermöglichen, vorerst doch weiter anbieten. Das entschied am Freitag das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster. Es setzte einen Beschluss des vorinstanzlichen Verwaltungsgerichts in Köln aus, das der Telekom die Tarife einstweilen untersagt hatte. Hätte der Bonner Konzern sie vom Markt genommen, wären seine Endkunden in ihrem Vertrauen betroffen, befand das OVG. Es will möglichst bald in der Hauptsache über die Angelegenheit entscheiden.

Es geht um Sondertarife, die der Regulierer der Telekom genehmigt hatte. Gegen diesen Beschluss hatten sich die Wettbewerber 01051 und Arcor an das Verwaltungsgericht Köln gewandt. Die Richter dort trafen diese Woche eine einstweilige Verfügung und untersagten der Telekom vorerst ihre beiden neuen Tarife. Daraufhin zogen der Ex-Monopolist und der Regulierer vor das OVG in Münster. Es geht in dem Streit zum Einen um den Tarif „AktivPlus xxl“, mit dem sich gegen einen Aufpreis auf die monatliche Grundgebühr an Wochenenden und Feiertagen umsonst telefonieren lässt. Zum Anderen ist den Wettbewerbern der Tarif Calltime 120 ein Dorn im Auge, der ein Paket Freiminuten umfasst.

Die beiden Produkte werden von rund 500 000 Telekom-Kunden genutzt. Der Ex-Monopolist erklärte, diese könnten von den Angeboten nun ohne Einschränkungen auch über die anstehenden Feiertage Gebrauch machen. Die Zwischenentscheidung des OVG ist nach Angaben des Gerichts unanfechtbar. Durch die Aussetzung des Beschlusses der Kölner Richter hätten die Wettbewerber der Telekom keine existenzbedrohenden Nachteile zu erwarten, fügte das OVG hinzu.

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