Vertrauensverhältnis mit früheren Zulieferer zerstört
Infineon verkauft restliche Promos-Anteile

Der Münchner Chiphersteller Infineon hat nach eigenen Angaben alle Anteile an dem taiwanesischen Joint-Venture Promos Technologies verkauft.

Reuters MÜNCHEN. „Wir haben alle Anteile verkauft“, sagte ein Firmensprecher am Montag in München. Infineon hatte bereits angekündigt, sich Zug um Zug von seiner einst 30-prozentigen Beteiligung an dem Joint-Venture zu trennen. Zuletzt hielt die Münchener Gesellschaft weniger als zehn Prozent an Promos. Weitere Details waren zunächst nicht erhältlich.

Infineon hatte ein Lizenzabkommen mit dem langjährigen taiwanesischen Partner im Januar fristlos gekündigt, weil ProMOS Verträge gebrochen habe. Die Gesellschaft habe mit Infineon-Verfahren produzierte Komponenten an den Mitbegründer und Hauptaktionär des Joint-Ventures, der taiwanesischen Mosel Vitelic Inc, geliefert, begründete Infineon damals. Damit sei das Vertrauensverhältnis mit dem früheren Zulieferer von Speicherchips (DRAMs) zerstört.

Die Infineon-Aktien stiegen am Montag um 1,65 Prozent auf 13,56 Euro.

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