Video-Onlineportal
Netflix will zum globalen Unternehmen werden

Die Online-Videoplattform Netflix will bis Ende 2016 in allen 200 Ländern der Welt vertreten sein, kündigt Netflix-Gründer Reed Hastings im Gespräch mit dem Handelsblatt an. Doch seine Pläne sind nicht billig.
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HamburgReed Hastings, CEO und Gründer der Video-Onlineplattform Netflix, will künftig verstärkt außerhalb der USA TV-Serien produzieren. Das berichtet das Handelsblatt in seiner Mittwochsausgabe unter Berufung auf ein Gespräch mit dem 54-Jährigen. Auch in Deutschland seien Produktionen geplant. „Wir haben zwar noch nichts Passendes gefunden, schauen uns aber intensiv um“, sagte er.

Die Produktionsoffensive ist Teil des Programms, mit dem Hastings Netflix zu einem globalen TV-Unternehmen ausbauen will. Bis Ende 2016 soll der Dienst „in allen 200 Ländern der Welt“ vertreten sein. Zuletzt kam die Online-Plattform in Australien und Neuseeland auf den Markt. Demnächst soll sie in Japan starten.

Der Ausbau ist nicht billig. Allein für Inhalte will der Netflix-Chef 2015 „mehr als drei Milliarden Dollar“ ausgeben. Wegen solch hoher Investitionen macht die Online-Plattform derzeit keine Gewinne. Laut Hastings soll sich das aber ab 2017 ändern.

Mit dem im September 2014 erfolgten Deutschland-Start zeigte er sich zufrieden. Zwar gibt Netflix auf Länderebene keine Abonnentenzahlen bekannt. Sein Gründer deutete aber an, dass der Dienst innerhalb eines halben Jahres in Deutschland deutlich mehr als 100.000 Kunden gewonnen habe.

Weiteres Wachstumspotenzial verheiße der Niedergang des linearen Fernsehens in den kommenden 20 Jahren. Hastings verglich den TV- mit dem Telefonmarkt. Dort habe der Mobilfunk die Festnetztelefonie nahezu bedeutungslos gemacht. Ebenso würden künftig online-basierte, nichtlineare TV-Angebote das klassische lineare Fernsehen ablösen.

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