Video-Pionier Finanzinvestoren buhlen um JVC

Der defizitäre japanische Unterhaltungselektronik-Hersteller JVC steht zum Verkauf. Wieder einmal sind es Finanzinvestoren, die ihre Chance wittern. Die jetzige Mutter darf sich auf einen Milliardenerlös freuen.
Mit der Everio GZ-MC500 hat JVC wieder einmal technisches Neuland betreten. Die Videokamera mit Fotofunktion speichert die Filme auf Speicherkarten statt auf Bändern ab. Foto: ap Quelle: ap

Mit der Everio GZ-MC500 hat JVC wieder einmal technisches Neuland betreten. Die Videokamera mit Fotofunktion speichert die Filme auf Speicherkarten statt auf Bändern ab. Foto: ap

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HB TOKIO. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, fünf Interessenten wollten JVC kaufen, darunter große Beteiligungsfirmen wie Permira, Texas Pacific Group und CCMP Capital Asia. Der JVC-Rivale Kenwood werde dagegen voraussichtlich nicht für Victor Co. of Japan (JVC) bieten, hieß es. Die Übernahmespekulationen trieben die JVC-Aktie am Montag 15 Prozent in die Höhe.

JVC gehört zum japanischen Matsushita-Konzern, der vor allem für seine Marke Panasonic bekannt ist. Anders als diese bereitet JVC dem Konzern aber finanzielle Sorgen, weshalb er die Tochter abstoßen will. Die Firma hat im vergangenen Vierteljahr wegen des Preisverfalls von Flachbild-Fernsehern einen Nettoverlust von 1,45 Mrd. Yen (knapp 10 Mill. Euro) eingefahren.

JVC war einer der ersten Hersteller von Videorekorder des VHS-Formats und ist unter Kennern sehr bekannt. Dank des Kurssprungs ist JVC an der Börse nun wieder rund 1 Mrd. Euro wert.

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