Videospiel-Konzern

Nintendo schafft es in die schwarzen Zahlen

Der japanische Konsolenhersteller Nintendo kehrt in die Gewinnzone zurück. Der schwächere Yen gibt den entscheidenden Schub. Jetzt wandelt sich der Spiele-Anbieter mit ins Geschäft mit Vergnügungsparks.
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Es geht wieder bergauf für Nintendo. Günstige Wechselkurse bescheren dem Konsolenhersteller einen Gewinn. Quelle: Reuters
Nintendo

Es geht wieder bergauf für Nintendo. Günstige Wechselkurse bescheren dem Konsolenhersteller einen Gewinn.

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TokioDer japanische Spiele-Spezialist Nintendo ist dank des günstigen Wechselkurses des Yen im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab, fiel zum Bilanzstichtag 31. März unterm Strich ein Gewinn von 41,8 Milliarden Yen (310 Mio Euro) an. Im vergangenen Jahr hatte noch ein Verlust von 23,2 Milliarden Yen in den Büchern gestanden.

In operativer Rechnung erwirtschaftete Nintendo einen Ertrag von 24,7 Milliarden Yen. Das sind die ersten schwarzen Zahlen seit vier Jahren. Allerdings hatte Nintendo anfangs mit deutlich mehr Gewinn gerechnet, die Prognose dann aber halbiert. Der Umsatz sank um 3,8 Prozent auf 549,8 Milliarden Yen.

Die Verkäufe der Spielekonsole Wii U stiegen dank Spielen wie „Mario Kart 8“ um fast ein Viertel auf rund 3,4 Millionen Geräte. Das ist allerdings immer noch deutlich weniger als die Rivalen Sony mit seiner Playstation und Microsoft mit der Xbox verkaufen.

So schmeckt Googles Lollipop
Vorstellung von Android Lollipop
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Die Lutscher auf dem Tisch sind kein Zufall: Google benennt die Android-Versionen nach Süßigkeiten. Nach Kitkat kommt nun Lollipop. Der Konzern stellte das Update Ende Oktober vor, nun steht es für immer mehr Geräte zur Verfügung.

Android-Tablet Nexus 9
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Die meisten Nutzer können das Update nicht selbst aufspielen – die Gerätehersteller müssen die Software in der Regel erst anpassen. Eine Ausnahme sind die Nexus-Geräte, die Android pur. Von vornherein mit Version 5.0 ausgeliefert wird etwa das Tablet Nexus 9, das HTC im Auftrag von Google herstellt...

Vorstellung des Nexus 6
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... sowie das Nexus 6 von Motorola. Nutzer anderer Geräte mussten dagegen Geduld haben, die Hersteller brauchten etliche Wochen, um die Software anzupassen. Anfang Februar lief Version 5.0 laut einer Google-Statistik nur auf 1,6 Prozent aller Android-Smartphones.

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Schlicht und aufgeräumt: Google hat mit Android 5.0 eine neue Designsprache eingeführt – das Unternehmen spricht von „Material“-Design.

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Die klaren Formen des Designs – hier in der Kalender-App – sollen sich durchs ganze Betriebssystem ziehen und künftig auch in den Apps anderer Entwickler zu finden sein.

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In den Google-Apps ist das neue Design bereits in Reinform zu sehen – hier der Taschenrechner.

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Benachrichtigungen sind in übersichtlichen Kacheln auf dem Sperrbildschirm zu sehen. Mit einer Fingergeste öffnen Nutzer ihr Adressbuch oder starten die Kamera. Der Sperrbildschirm lässt sich allerdings nicht mehr mit Widgets frei gestalten.

Die Verkäufe der mobilen Spielekonsole Nintendo 3DS sanken dagegen von 12,2 auf gut 8,7 Millionen Geräte. Erst nach einem Update auf eine neuere Modellgeneration habe der Absatz im Jahresverlauf etwas angezogen. Die Smartphones sind inzwischen zu einer mächtigen Konkurrenz in dem Bereich geworden. Nintendo kündigte Mitte März nach jahrelangem Zögern den Einstieg ins App-Geschäft an. Die neuen Spiele sollen in Kooperation mit dem Internet-Konzern DeNA entwickelt werden.

Nintendo-Chef Satoru Iwata kündigte zudem eine Zusammenarbeit mit den Vergnügungsparks des Unterhaltungsriesen Universal an. Details dazu solle es allerdings erst später geben. Nintendo will seine Zukunft auch mit einem bisher nur in Grundzügen vorgestellten Gesundheits-Gerät sichern.

Für das laufende Geschäftsjahr stellte Nintendo eine Verdoppelung des operativen Gewinns auf 50 Milliarden Yen in Aussicht.

  • dpa
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