Videospiele-Unternehmen
Electronic Arts macht Verlust und streicht Stellen

Der Videospiele-Hersteller Electronic Arts hat im zweiten Quartal einen Verlust von 310 Mio. Dollar verbucht, nach einem Verlust von 195 Mio. Dollar vor Jahresfrist, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Hintergrund seien gestiegener Werbe- und Entwicklungskosten, so der Konzern. Nun sollen Stellen abgebaut werden.

HB REDWOOD CITY. Der amerikanische Computerspiele-Produzent Electronic Arts baut nach dem neuen hohen Verlust sechs Prozent seiner Stellen ab. Betroffen seien 500 bis 600 Jobs, teilte der Hersteller am Donnerstagabend in Redwood City (Kalifornien) mit. Für das wichtige Weihnachtsgeschäft zeigte sich Electronic Arts (EA) wegen der Finanzkrise wenig zuversichtlich und schraubte seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr zurück.

Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf 894 Mio. Dollar (692 Mio Euro). Höhere Kosten für Entwicklung und Marketing hätten zu dem Verlust geführt, hieß es.

Electronic Arts, bekannt etwa für seinen Klassiker "Rock Band", hatte erst Mitte September einen monatelangen Versuch zur Übernahme des kleineren US-Konkurrenten Take-Two ("Grand Theft Auto") aufgegeben. Zum Ende des vergangenen Quartals brachte EA sein mit Spannung erwartetes Evolutions-Spiel "Spore" auf den Markt.

Für das gesamte Geschäftsjahr (31.3.) erwartet EA nun ein Ergebnis je Aktie von minus 0,21 Dollar bis plus 0,07 Dollar. Der Umsatz soll auf 4,9 bis 5,15 Mrd. Dollar steigen - ein Plus zwischen 33 und 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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