Videospielindustrie
Nintendo: Rekordgewinn und ein kleiner Haken

Ein Rekordergebnis hat der japanische Videospielhersteller Nintendo eingespielt. Einziger Haken daran: Die Verkäufe der Wii kühlen sich auf dem wichtigen Heimatmarkt ab.

HB TOKIO. Der japanische Video-Spielehersteller Nintendo hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Rekordergebnisse eingespielt. Ungeachtet der Weltwirtschaftskrise stieg der Nettogewinn dank der hohen Popularität der Spielekonsolen DS und Wii zum Bilanzstichtag 31. März um 8,5 Prozent auf 279,09 Mrd. Yen (2,1 Mrd. Euro), wie die weltweite Nummer Eins am Donnerstag bekanntgab. Allerdings hat sich die Nachfrage der Wii im Heimatmarkt zuletzt unerwartet abgekühlt. Vor diesem Hintergrund erwartet Nintendo für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang um 2,1 Prozent auf 1,8 Billionen Yen. Der Nettogewinn dürfte um 7,5 Prozent auf 300 Mrd. Yen zulegen.

Nintendo hatte nach dem Verkaufsstart der mit einem einfach bedienbaren, bewegungsempfindlichen Controller ausgerüsteten Wii in nur 28 Monaten die Marke von 50 Mio. Stück durchbrochen, ein halbes Jahr schneller als der bisherige Rekordhalter Playstation zwei von Sony. Im März war der Absatz der erfolgreichsten Spielekonsole der Welt jedoch im japanischen Heimatmarkt um 63 Prozent zum Vorjahr eingebrochen, womit Nintendo erstmals dem Rivalen Playstation drei von Sony unterlag. Konzernchef Satoru Iwata will den Verkauf ab der zweiten Jahreshälfte durch neue Spiele wie das "Wii Sport Resort" ankurbeln.

Zudem rüstete Nintendo seine tragbare Konsole DS durch den Einbau von zwei Kameras und Audiofunktionen zur DSi auf und löste damit seit dem Start im November 2008 einen Boom auf dem Heimatmarkt aus. Seit dem Verkaufsstart der dritten DS-Generation auch in Europa und den USA im April verkaufte Nintendo dort in den ersten beiden Tagen je 300 000 Geräte. Insgesamt verkaufte das Unternehmen weltweit von der DS-Konsole im abgelaufenen Geschäftsjahr 31,18 Mio. Stück.

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