Viel Wachstum, wenig Gewinn
Das Geschäft mit der Cloud

Cloud-Dienste, die Speicher, Rechenleistung und Software direkt aus dem Internet bieten, sind auf dem Vormarsch. Doch die Anbieter liefern sich einen hartnäckigen Preiskampf, der letztlich die Gewinne deutlich drückt.
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Frankfurt/MainDie Tech-Branche ist im Wettlauf um das große Geschäft der Zukunft, die Cloud. Die sprichwörtliche Datenwolke erfasst viele Unternehmen: Softwarefirmen, Anbieter von Speicherplatz im Netz sowie nicht zuletzt die Hardwarehersteller.

Mit immer schnelleren Internetleitungen wandern immer mehr Daten auf zentrale Rechenfarmen und Speicher im Netz. Doch mit Cloud-Diensten Geld zu verdienen, ist nicht einfach. Das Geschäft wächst zwar rasant, aber die Preise stehen im heftigen Wettbewerb massiv unter Druck.

Der IT-Marktforscher Gartner rechnet in diesem Jahr mit einem 176 Milliarden Dollar (162 Milliarden Euro) schweren Cloud-Geschäft. In zwei Jahren soll der Markt gar auf rund 240 Milliarden anschwellen.

Kein Wunder also, dass sich etwa Europas größter Softwarehersteller SAP seit geraumer Zeit viel Mühe gibt, über das Internet Software zu verkaufen, die aus seinen Rechenzentren heraus läuft.

Es ist die Hoffnung auf Einsparungen, die die Kundschaft der Cloud-Anbieter in die Wolke zieht. Die Rechnung geht so: Übers Netz können nahezu beliebig viele Kunden ein Angebot nutzen.

Zusätzliche Kosten fallen kaum noch an – im Gegenteil: Die vorhandenen Investitionsausgaben verteilen sich auf mehr Schultern. Am Ende sinken die Kosten für Computer und Software drastisch. Das kommt etwa in der Industrie gut an.
Doch für die Anbieter der Cloud birgt die Wolke ein Problem: Noch ist nämlich überhaupt nicht klar, wie gut sich Geld sich mit der Rechenpower und dem Speicherplatz im Netz verdienen lässt.

Branchenexperten wie Brice Prunas von der französischen Investmentbank Exane BNP zweifeln nach wie vor auch bei großen Playern am Erfolg des Geschäftsmodells: Er bleibe dabei, dass „das Cloud-Geschäft langfristig ein weniger attraktives Geschäftsmodell sein wird als fest installierte Software“, schrieb der Analyst in einer Branchenanalyse bezüglich SAP.

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Effektiver Preiswettbewerb

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