Vierte Akquisition im August
IBM setzt Einkaufstour fort

IBM kauft erneut zu und erwirbt Internet Security Systems (ISS) für 1,3 Mrd. Dollar. Mit dem strategischen Kauf will IBM sein Service- und Softwareangebot erweitern. Es ist bereits die vierte Akquisition, die IBM in diesem Monat bekannt gegeben hat.

HB BOSTON. Das Unternehmen vertreibt Programme und betreibt Datenzentren, mit denen Angriffe aus dem Internet abgewehrt werden können. Der strategische Kauf werde das Service- und Softwareangebot erweitern, teilte der weltgrößte Computer-Dienstleister am Mittwoch mit. Der Gesamtwert der Akquisitionen in diesem Monat übersteigt die Summe von zwei Mrd. Dollar, die der Großkonzern im vergangenen Jahr für alle Zukäufe ausgegeben hatte.

IBM-Aktien lagen im Handelsverlauf in New York 0,57 Prozent im Minus bei 78,48 Dollar in einem schwachen Umfeld. ISS-Titel waren dagegen 6,2 Prozent im Plus bei 27,62 Dollar.

Die ISS-Dienstleistungen würden über die Global Service Unit vertrieben, sagte Kristof Kloeckner von der IBM-Softwaresparte. Die Programme würden über die Tivoli-Software-Abteilung verkauft. Wettbewerber bei der Internet-Sicherheit sind unter anderem Cisco, McAfee und Symantec. Der Kauf soll IBM zufolge im vierten Quartal abgeschlossen sein, sofern die Aktionäre und die Regulierungsbehörden zustimmen. Mit 28 Dollar pro ISS-Aktie liegt der Preis 7,7 Prozent höher als der Schlusskurs am Dienstag. Daniel Ives von Friedman, Billings, Ramsey und Co. wies darauf hin, dass ISS Marktführer bei Datenzentren zum Schutz des Internets sei. „Wenn IBM erstmal den Betrieb übernimmt, werden die Karten neu gemischt. Sie haben einen deutlich größeren Vertriebskanal“, sagte er. „Es ist wahrscheinlich eine der logischsten Akquisitionen, die ich im Bereich der Sicherheitssoftware je gesehen habe.“

Kloeckner schloss weitere Zukäufe nicht aus. Einzelheiten nannte er jedoch nicht. „Wir haben die erforderliche Freiheit, um das Notwendige zu tun, um unser Geschäft zu stärken“, sagte er. „Wir fühlen uns nicht eingeschränkt.“ Auch sagte er nicht, ob sich das Tempo der Zukäufe weiter beschleunigen wird. IBM hatte am 10. August angekündigt, FileNet für 1,6 Mrd. Dollar zu übernehmen. Es war der größte Zukauf seit drei Jahren und der bislang viertgrößte von IBM überhaupt. Auch MRO Software und Webify Solutions werden übernommen.

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