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Viva-Chef fordert Preissenkung bei CDs

Viva-Chef Gorny hat die Musikindustrie zu aufgefordert, weitere Umsatzeinbußen im Musikvertrieb zu stoppen. Gestaffelte Preise, wie bei BMG, seien der «richtige Schritt», sagte er.

HB BERLIN. Der Chef des Musiksenders Viva, Dieter Gorny, hält eine Preissenkung bei CDs für geeignet, um die Umsatzeinbrüche im klassischen Musikvertrieb aufzuhalten. «Wenn die Industrie jetzt reagiert und sich zum Beispiel neue Preismodelle durchsetzen, können die Umsätze in ein bis zwei Jahren wieder steigen», sagte Gorny dem «Tagesspiegel». Gorny schlug vor, sich am Konzept von BMG zu orientieren. Der Konzern habe mit gestaffelten Preisen für CDs, «den richtigen Schritt getan», sagte er.

BMG bietet im Rahmen eines Pilotversuchs so genannte Basic-CDs ohne Booklet für 9,99 Euro an. Die Standard-Version mit herkömmlicher Albumausstattung kostet 12,99 Euro.

Gorny forderte, das Ganze müsse noch weiter gehen. «Warum denn nicht die normale CD für 9,99 Euro?» Die Industrie komme nur auf das alte Umsatzniveau, «wenn man attraktive Produkte zu attraktiven Preisen anbietet», meinte der Viva-Chef. Auch müsste in Musik, also Künstler investiert werden - zumal in deutsche. «Was nutzt eine Quote für deutsche Musik im Radio, wenn die Labels nicht genug davon anbieten?», sagte Gorny, der zugleich Vizepräsident des Deutschen Musikrats ist.

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