Viva-Vorstand unterstützt Übernahme
MTV-Mutter übernimmt Viva

Viva- und MTV-Moderatoren werden künftig beim selben Arbeitgeber ihre Brötchen verdienen. Der US-Medienriese Viacom, zu dem MTV gehört, will den deutschen Wettbewerber Viva Media übernehmen. Auch wenn Viacom damit die vier bedeutendsten Musikkanäle im deutschen Fernsehen kontrollieren würde, rechnet der US-Konzern nicht mit Einsprüchen der Kartellbehörden.

HB FRANKFURT. 14 Viva-Großaktionäre, darunter Time Warner und Universal Music mit zusammen 46,3 % des Kapitals, hätten Viacom 75,8 % der Viva-Anteile übertragen, teilte Viacom am Donnerstag mit. Angestrebt werde die vollständige Übernahme der Viva-Anteile im Rahmen eines Kaufangebots an die verbliebenen Anteilseigner, sagte Simon Guild, stellvertretender Chef von MTV Networks Europe, in einer Telefonkonferenz. Sollte Viacom dabei mehr als 95 % der Aktien angedient bekommen, werde Viva von der Börse genommen.

Viacom bietet den Viva-Aktionären 12,65 € in bar pro Stückaktie. Diese Offerte bewertet Viva nach Unternehmensangaben mit rund 309 Mill. €. Der Aufschlag auf den Durchschnittskurs der Viva-Aktie in den vergangenen drei Monaten liege bei 21 %. Die im SDax gelistete Viva-Aktie legte am Donnerstag über fünf Prozent auf 12,59 € zu.

Viva teilte mit, das Angebot vorbehaltlich einer Überprüfung der Angebotsunterlage zu unterstützen. Die Übernahme muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Da Viacom mit den Sendern MTV und Viva in Deutschland den Markt für Musiksender dominieren würden, ist mit Einspruch von Musikverlagen und deutschen Fernsehsendern bei den Kartellbehörden zu rechnen. MTV-Europe-Co-Chef Guild rechnet hingegen nicht mit wesentlichen Einwänden von den Regulatoren. „Wir sehen keine Probleme“, sagte er. Eine Sprecherin des Bundeskartellamts sagte, die geplante Übernahme sei bislang nicht zur Prüfung angemeldet worden.

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