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29.01.2008 

In der Zwischenzeit versucht der Vivendi-Chef, die stattliche Gewinnmarge von 40 Prozent vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) durch ein Sparprogramm zu sichern. Darüber hinaus will er in Schwellenländern investieren. Die Franzosen besitzen mit der Mehrheit an Maroc Telecom bereits einen Mobilfunk- und Festnetzanbieter in Afrika.

Das Standbein des Konzerns soll Frankreich bleiben. Hier hat SFR, an der Vodafone mit 44 Prozent beteiligt ist, Ende vergangenen Jahres die Mehrheit am Festnetzanbieter Neuf Cegetel übernommen. Dahinter stand die Überzeugung, dass Kunden künftig Mobilfunk- und Festnetzdienste aus einer Hand haben wollen.

Neuf soll nicht die einzige Übernahme von SFR bleiben. "Wir interessieren uns via Neuf Cegetel für Alice France", sagt Esser. Die Alice -Mutter Telecom Italia hatte ihre Tochter vor kurzem zum Verkauf gestellt. Analysten taxieren den Wert auf etwa 600 Mill. Euro. Schon für die Mehrheit an Neuf muss Esser rund fünf Mrd. Euro zahlen. "Die Finanzierung des Kaufs wäre für uns kein Problem", versichert er.

Vivendi ist der einzige Konzern, der sowohl Telekommunikation als auch Medien unter einem Dach vereint. Zum Imperium gehören neben SFR die Spielesparte Vivendi Games, der Musikproduzent Universal und der TV-Sender Canal Plus.

Esser sieht in diesem Verbund jedoch nur mittelbar Vorteile. "Dadurch verstehen wir die jeweils anderen Märkte besser", meint er. "Wir wollen in der Telekommunikation ja keine exklusiven Inhalte anbieten, sondern unseren Kunden alle Optionen offen lassen."

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