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Übernahme von Kabel Deutschland wackelt

Vodafone will Kabel Deutschland übernehmen – aber die Aktionäre sperren sich: Der Mobilfunkanbieter könnte daran scheitern, dass zu wenige das Angebot annehmen. Bis Mittwoch ist noch Zeit.
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Ob Vodafone und Kabel Deutschland zusammenfinden, ist fragwürdig. Bisher haben nur wenige Aktionäre das Angebot des britischen Konzerns angenommen. Quelle: dpa

Ob Vodafone und Kabel Deutschland zusammenfinden, ist fragwürdig. Bisher haben nur wenige Aktionäre das Angebot des britischen Konzerns angenommen.

(Foto: dpa)

LondonDie geplante Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone steht einem Pressebericht zufolge auf der Kippe. Der britische Mobilfunkanbieter könnte dabei scheitern, die Schwelle von 75 Prozent der Kabel-Papiere zu erreichen, schrieb die „Financial Times“ (Montagausgabe). „Einige der Kabel-Anteilseigner glauben, dass die Andienungsquote unterhalb dieser Hürde liegen wird“, zitiert die Zeitung ungenannte Aktionäre. Eine Veränderung der Kaufofferte und der damit verbundenen Bedingungen schloss der britische Telekom-Konzern aus.

Das Vodafone-Angebot läuft am Mittwoch um 24.00 Uhr aus. Bislang haben die Briten kaum Kabel-Aktionäre auf ihre Seite gezogen. Vodafone bietet 84,50 Euro in bar für jeden Kabel-Deutschland-Anteilsschein. Dazu kommen 2,50 Euro Dividende, die Kabel Deutschland für das Geschäftsjahr 2012/13 versprochen, aber noch nicht ausgezahlt hat. Die Offerte ist damit 7,7 Milliarden Euro schwer - einschließlich Schulden ist Vodafone das Unternehmen 10,7 Milliarden Euro wert.

Die Führungsspitze von Kabel Deutschland empfiehlt den Aktionären, das Gebot anzunehmen. Offen ist noch die Zustimmung der EU-Wettbewerbshüter. Das Bundeskartellamt hatte keine Einwände gegen die im Juni angekündigte Übernahme angemeldet.

Die Briten wollen durch den Kabel-Deal in Deutschland ein Schwergewicht mit superschnellen Datennetzen im Mobilfunk und Festnetz schaffen und Marktführer Telekom in die Zange nehmen.

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  • dpa
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6 Kommentare zu "Vodafone: Übernahme von Kabel Deutschland wackelt "

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  • Die Kabelnetzbetreiber haben es hinsichtlich Internet mangels Konkurrenz eigentlich gar nicht nötig, den Kunden so gute Preise zu machen.
    Man verkauft eigentlich erst dann ein Unternehmen, kurz bevor es abwärts geht (und es noch keiner gemerkt hat). Aber doch nicht bei weiterem noch jahrelangen Wachstum !

    Ich baue Anlagen für verschiedene Kabelnetzbetreiber und würde viel darum geben, hier im Ort einen echten 100MBit Anschluß haben zu können. Mit einem Ping, von dem andere nur träumen können.

    Aber doch nicht
    Vodafon wird sicher nicht KDG kaufen, um im Anschluß einen Teil seiner bisherigen Produktpakete einzustampfen.

  • Ach auf einmal geht es doch! Der einheimische Aktionär will dem Ausverkauf seiner Firma und Existenzgrundlage nicht zustimmen? Warum nicht bei Hoch Tief und ASB?
    Da flennt die Lobby, nichts zu strippen, kein Abgreifen von Werten für Zuhause, nein. Nun werden wir wohl bald zu hören bekommen, wie hervorragend diese Übernahme für das Land gewesen wäre, mindestens so wertvoll wie die Agenda 2010 / 2020.
    So hält man sich feindliche Interessengruppen vom Hals: Es wird nicht verkauft, fertig. Sind garantiert keine SPD Wähler und Schröder Klone drunter. Vielleicht sollte Steinbrück da mal ne zündende Rede halten, vermutlich kotzen dann die Aktionäre derart ab, dass sie an egal wen verkaufen.

  • Kabel Deutschland wird zu Kabel GB, und darüber hinaus.
    Bundeskartellamt gibt grünes Licht. Schon heute tauchen im Internet, beim routen, verstärkt Vodafone-IP's auf. Politiker müssen handeln. Die zentrale, bündelige (faschistische)Überwachung der Welt durch NSA und ihrer Helfer wie GB,Schweden usw. muß gestoppt werden.
    http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-09/bruce-schneier-guardian

  • Über Vodaphone kommen die Schnüffler dann direkt und ohne Umwege bis an den Router, der von KabelDeutschland gesetellt wurde. Dann ist es nur noch eine winziger Schritt über eine Hintertür in das Netzwerk der Nutzer zu gelangen.
    Aber das machen die natürlich nicht, denn das hat ja Herr Friedrich schriftlich mitbekommen, als er das letzte Mal in die USA reisen durfte. /ironie aus

  • Schnüffeln macht für die Briten und Amerikaner vor allem in Bezug auf mittlere und große Unternehmen Sinn, insbesondere wenn diese international tätig sind. Kabel Deutschland ist als Lieferant für solche Unternehmen nicht denbar, da braucht es Unternehmen mit globaler Infrastruktur. Das dürfte also wohl kaum ein Grund für diese Übernahme sein.

  • ist abver bekannt, dass Vodafone das nur macht, um dem Engländern das Schnüffeln zu erleichtern?

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