Von Fußball-WM profitiert
Flaches verkauft sich bei Loewe gut

Die Fernsehgeräte-Hersteller hatten sich im Vorfeld der Fußball-WM ein bombastisches Geschäft versprochen. Tatsächlich profitiert haben jedoch nur wenige. Loewe gehört dazu. Die Flachbildschirme aus Franken kamen gut an, was sich auch im Zwischenergebnis niederschlug.

HB MÜNCHEN. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe in den ersten sechs Monaten 8,1 Mill. Euro betragen, teilten die Kronacher am Dienstag mit. Im ersten Halbjahr 2005 war noch ein operativer Verlust von 2,8 Mill. Euro angefallen. Auch nach Steuern schrieb das Unternehmen im ersten Halbjahr wieder schwarze Zahlen. Der Überschuss nach Anteilen Dritter legte dabei auf 4 Mill. Euro zu nach einem Verlust von 4 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um knapp ein Drittel auf 171,3 Mill. Euro zu.

Zwar konnten die Konkurrenten ebenfalls hohe Stückzahlen an Flachbildschirmen absetzen, doch litten sie zumeist unter dem Preiskampf im Vorfeld der WM. Der Traditionshersteller Loewe dagegen konnte im Premiumsegment diesem Trend trotzen. Im Schnitt war ein Loewe-Gerät 1 000 Euro teurer als das eines anderen Anbieters.

Nach dem Ende des Sportspektakels kühle sich die Nachfrage nach Fernsehern nun aber etwas ab, hieß es. „Auch wenn im Nachgang zur Fußball-Weltmeisterschaft das Geschäftsvolumen im dritten Quartal vergleichsweise niedrig ist, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2006 weiterhin ein Umsatzwachstum auf 340 bis 350 Mill. Euro und ein Ebit von rund 10 Mill. Euro“, erklärte Loewe-Chef Rainer Hecker.

Marktanteile gewonnen

Die in den vergangenen Jahren gebeutelte Loewe baute ihren Marktanteil bei LCD-Fernsehern eigenen Angaben zufolge weiter aus. Im europäischen Fachhandel hätten die Franken 0,5 Prozentpunkte auf zuletzt 5 Prozent gewonnen.

Hecker erwartet für die kommenden Monate weiterhin ein anhaltendes Wachstum des TV-Marktes in Europa. Besonders große Bildschirme seien gefragt. Die zuletzt gesunkenen Preise für Fernseher seien wieder stabiler, hieß es.

Loewe hatte vor einigen Jahren den Trend zu Flachbildschirmen verschlafen und fasste nach schweren Turbulenzen erst mit Hilfe des neuen Großaktionärs Sharp wieder Fuß. Inzwischen machen Bildröhren-Geräte nur noch 3 Prozent vom Umsatz aus.

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