Vor Börsengang O2-Verluste drücken Steuerbelastung

Der Mobilfunker O2 hat in den vergangenen Jahren so hohe Verluste angehäuft, dass er sie über Jahre beim Finanzamt geltend machen kann. Die nächste Steuerzahlung steht daher für die Firma in weiter Ferne erst an.
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Der Firmensitz von O2 in München. Quelle: dpa

Der Firmensitz von O2 in München.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Mobilfunkanbieter O2 muss in den kommenden Jahren wohl keine Steuern zahlen. Der Börsenaspirant hat in den vergangenen Jahren Verluste von elf Milliarden Euro angehäuft und kann diese Verlustvorträge mit künftigen Gewinnen verrechnen, wie aus dem am Dienstagabend veröffentlichten Börsenprospekt hervorgeht. Das Management der deutschen Telefonica -Tochter gehe davon aus, dass bis einschließlich 2015 gar keine Steuern gezahlt werden müssten, sagte eine mit den Vorbereitungen für den Börsengang vertraute Person. Danach werde nur ein geringer Steuersatz fällig.

Nach zwei verlustreichen Jahren hatte O2 im vergangenen Jahr einen Gewinn verbucht. Bei einem Umsatz von fünf Milliarden Euro blieben allerdings wegen hoher Investition in den Ausbau des Mobilfunknetzes unter dem Strich nur gut 71 Millionen Euro Überschuss übrig.

Deutschlands kleinster Mobilfunkanbieter O2 plant die Erstnotiz an der Frankfurter Börse am 30. Oktober. Mit dem Verkauf von 23 Prozent der Aktien hofft O2 bis zu 1,68 Milliarden Euro zu erlösen. Die Einnahmen gehen aber nicht an das Münchner Unternehmen, sondern direkt an den Mutterkonzern Telefonica - die Spanier wollen damit ihren Schuldenberg von 57 Milliarden Euro ein wenig abtragen.

  • rtr
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2 Kommentare zu "Vor Börsengang: O2-Verluste drücken Steuerbelastung"

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  • na, was für ein trauriges Geschäft. Die Mutter die ihre Tochter in kleinsten Häppchen anbietet und ihr dann noch voll in die Taschen greift und sie weiter strampeln lässt...
    Bin mal gespannt was die zukünftigen Aktionäre für die Tilgung der Telefonica-Schuldenberge...ähm natürlich für die O² Aktie bezahlen sollen, dürfen...
    Die Banken werden sicher den Facebook-Aktionäeren raten in O² umzuschichten ;-)

  • Je weniger Steuern für Schäuble umso besser!

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