Vor Google-Übernahme Motorola verkauft weniger Handys

Mit der Übernahme von Motorola will der Internetkonzern seine Spitzenposition im Smartphone-Geschäft festigen. Doch der Handyhersteller kann derzeit nur enttäuschende Verkaufszahlen präsentieren.
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Die Übernahme von Motorola durch Google wird derzeit von den Wettbewerbshütern geprüft. Quelle: Reuters

Die Übernahme von Motorola durch Google wird derzeit von den Wettbewerbshütern geprüft.

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Kurz vor der Übernahme durch Google schwächelt der Handyhersteller Motorola. Die Zahl der ausgelieferten mobilen Geräte schrumpfte im vierten Quartal mit seinem wichtigen Weihnachtsgeschäft von 11,3 auf 10,5 Millionen. Der Rückgang wurde allerdings dadurch etwas abgefedert, dass darunter 5,3 Millionen der besonders profitablen Smartphones waren nach 4,9 Millionen im Vorjahreszeitraum. 

Zudem konnte das zweite Standbein mit Set-Top-Boxen fürs Kabelfernsehen leicht zulegen, so dass der Umsatz nach vorläufigen Zahlen bei insgesamt 3,4 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro) stagnierte. Zum Nettogewinn machte das Unternehmen keine Angaben, erklärte aber am späten Freitag (Ortszeit), unter dem harten Wettbewerb im Mobilfunkmarkt und unter gestiegenen Kosten für Patentstreitigkeiten gelitten zu haben. Nachbörslich fiel die Aktie leicht.

Die vollständige Bilanz will Motorola Mobility am 26. Januar vorlegen. Zuletzt hatte das Unternehmen immer wieder Verluste geschrieben. Dennoch blättert der Internetkonzern Google 12,5 Milliarden Dollar für das Branchen-Urgestein hin, um damit seinen Vorstoß ins Smartphone-Geschäft abzusichern. Motorola verfügt über Tausende Patente, die Google in Auseinandersetzungen mit Apple oder Microsoft über sein Smartphone-Betriebssystem Android gut gebrauchen kann. 

Die Übernahme sollte eigentlich zum Jahreswechsel in trockenen Tüchern sein, doch die Wettbewerbshüter prüfen den Deal sehr akribisch, da Google dadurch seine Stellung im Smartphone-Geschäft weiter ausbauen würde. Android-Handys sind beliebter als Apples iPhone. Motorola rechnet mit einem Abschluss im Frühjahr. Die Aktionäre haben das Geschäft bereits abgesegnet.

  • dpa
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