Vor Leipziger Buchmesse
Buchbranche sieht positive Signale

Die Buchbranche ist mit einem Umsatzplus ins Jahr gestartet. Aber vor allem im stationären Buchhandel ist die Lage eher durchwachsen. Eine neue bundesweite Kampagne soll noch mehr Lust aufs Lesen machen.
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LeipzigDie Buchbranche sieht sich zur Leipziger Buchmesse (14. bis 17. März) im Aufwind. „Der Start in das Jahr 2013 war nahezu glänzend“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, am Mittwoch in Leipzig. Die Umsätze hätten in den ersten Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,7 Prozent zugelegt. Der gesamte Branchenumsatz betrug im vergangenen Jahr rund 9,6 Milliarden Euro.

Besonders Reiseführer (plus 6,6 Prozent), Belletristik (plus 2,9 Prozent) und Ratgeber (plus 4 Prozent) seien derzeit bei den Lesern stark nachgefragt. Skipis erwartet zudem, dass der Verkauf von E-Books weiter anziehen wird. 2011 habe deren Anteil am Branchenumsatz bei einem Prozent gelegen, 2012 bereits bei zwei Prozent.

Durchwachsen sei die Lage nach wie vor im stationären Buchhandel. Dort erwartet einer Umfrage des Börsenvereins zufolge nur ein Viertel der Händler gute Geschäfte, und die Hälfte geht lediglich von mittleren Umsätze aus. Um das Buch wieder mehr ins rechte Licht zu rücken, hat der Börsenverein zur Buchmesse eine bundesweite Kampagne initiiert. „Vorsicht Buch“ soll mit witzigen Plakat- und Postkarten-Motiven den Spaß am Lesen und an den Büchern vermitteln.

Die Leipziger Buchmesse selbst präsentiert sich im Vergleich zum Vorjahr stabil: 2.069 Aussteller (2012: 2.071) präsentieren mehr als 100.000 Titel, davon 20.000 Neuerscheinungen. Die Messe, die an allen vier Tagen für das Publikum geöffnet ist, rechnet mit rund 160.000 Besuchern.

Zum Start in den Bücherfrühling werden auf der Buchmesse und dem dazugehörigen Festival „Leipzig liest“ zahlreiche Schriftsteller, Promis und Politiker ihre Werke vorstellen. Die Bandbreite reicht von Amos Oz und Christoph Hein über Schauspieler wie Heiner Lauterbach und Andrea Sawatzki bis hin zur „Supernanny“ Katharina Saalfrank.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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