Vorsichtiger Ausblick
Ebay sorgt sich um seine „Magie“

Die Geschäfte laufen für den Internetauktions-Primus Ebay schleppend: Das zweite Quartal schloss der US-Konzern mit einem Gewinnrückgang ab; der Aktienkurs darbt seit Monaten. Um die Sorgen vor einem dauerhaften Rückgang des Wachstums zu zerstreuen, will Ebay seine „Magie“ aufpolieren. Bei der Kurspflege verlässt sich Ebay aber nicht alleine auf Übersinnliches.

HB SAN FRANCISCO. Ebay hat im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang um 14 Prozent auf 250 Mill. Dollar hinnehmen müssen, was aber im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Die Zahlen gab das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss bekannt. Der Konzern nährte zudem mit der Bestätigung eines vorsichtigen Ausblicks Sorgen vor einer Verlangsamung seines Wachstums. Die Ankündigung eines Programms zum Rückkauf eigener Aktien ließ den Ebay-Kurs nachbörslich aber um 5 Prozent steigen.

Hintergrund des Gewinnrückgangs ist der zunehmende Konkurrenzdruck in der Internet-Branche, während das Wachstum zurückgeht. Ebay gehört mit Google, Yahoo, und Microsoft MSN zu den vier Großen. Am Vortag hatte Yahoo durchwachsene Zahlen vorgelegt, was auch die Aktienkurse der anderen Unternehmen belastete. Ebay und Yahoo hatten Ende Mai angekündigt, künftig bei Werbung und Handel im Internet umfassend zusammenarbeiten zu wollen. Die Allianz soll die Stellung beider Firmen gegen den Suchmaschinen-Betreiber Google stärken.

Der Ebay-Umsatz stieg wie erwartet um 30 Prozent auf 1,41 Mrd. Dollar. Firmenchefin Meg Whitman stellte vor allen Dingen die gute Entwicklung der Tochterfirmen heraus: das Bezahlsytem Paypal, das Einkaufs- und Verbraucherportal shopping.com sowie den Internet-Telefonie-Anbieter Skype. Etwas schwächere Wachstumsraten habe es im Kerngeschäft Online-Auktionen gegeben. Für Whitman liegt der Grund nicht zuletzt darin, dass die Auktionsseiten durch immer mehr gewerbliche Angebote unübersichtlicher werden, was es den Kunden schwieriger mache, Artikel zu finden.

Gebührenerhöhungen

Um profitabler und gleichzeitig wieder übersichtlicher zu werden, will der Konzern vom 22. August an einige Gebühren für Händler erhöhen, die über die Auktionsplattform Produkte verkaufen. Im Schnitt liegt die Preiserhöhung bei 6 Prozent. Betroffen von den Anhebungen ist ausschließlich der Bereich „store inventory“, über den bis zu 541 000 Läden weltweit Produkte verkaufen.

Normale Auktionen sind von der Gebührenerhöhung nicht betroffen. „Wir wollen wieder zurück zum Kern von Ebay“, sagte Whitman. Die Läden, die eBay als Plattform nutzen, hätten die „Magie von Ebay“ verwässert. Ende Juni waren bei Ebay insgesamt 203 Mill. Nutzer registriert.

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