Vorstände gelten als Zeugen
Kleinfelds Büro durchsucht

Bei den Ermittlungen wegen möglicher Schmiergeldzahlungen bei Siemens wurden auch die Büros von verschiedenen Vorständen untersucht, darunter das Büro vom Siemens-Chef Klaus Kleinfeld. Zudem wusste der Vorstand schon seit dem vergangenen Jahr, dass es im Konzern Schmiergeldzahlungen gegeben haben könnte.

HB MÜNCHEN. Bei der Großrazzia in der vergangenen Woche wurden auch die Büros von Vorstandschef Klaus Kleinfeld und weiterer Vorstände durchsucht, wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf den Münchner Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld berichtet.

Mehrere Mitarbeiter des Elektrokonzerns stehen unter Verdacht, jahrelang Firmengeld in Millionenhöhe abgezweigt zu haben. Die Ermittler wollen herausfinden, ob und wie viel davon in etwaige Schmiergeldtöpfe für Auslandsgeschäfte floss.

Ermittelt wird auch im Ausland. „Wir wissen seit dem vergangenen Jahr, dass es ein strafrechtliches Verfahren in der Schweiz gibt“, zitierte die „SZ“ einen Siemens-Sprecher. Dabei sei es um den Verdacht der Geldwäsche gegangen. Das Unternehmen habe eine interne Untersuchung eingeleitet, die noch nicht abgeschlossen sei. Man habe keinen Anlass gesehen, deutsche Behörden einzuschalten, da ein Verfahren in der Schweiz laufe. Auch der Siemens-Vorstand sei über den Verdacht informiert worden. Die Siemens-Vorstände gälten bei den Ermittlungen als Zeugen, sagte der Konzernsprecher dem Bericht zufolge.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%