Vorstand befürwortet Börsengang
Bertelsmann bevorzugt Rückkauf seiner Aktien

Der Vorstand des Medienkonzerns Bertelsmann erwägt erstmals offiziell einen Rückkauf seiner Anteile von der Groupe Bruxelles Lambert (GBL).

HB DÜSSELDORF. „Wir sind auch darauf vorbereitet, die Beteiligung von GBL zu einem angemessenen Preis zurück zu erwerben, wenn sich unsere Gesellschafter darüber verständigen“, hat Bertelsmann-Chef Gunter Thielen gestern Abend den Mitarbeitern per Brief mitgeteilt. Bei einem Rückkauf des Aktienpakets des belgischen Finanzmagnaten Albert Frère sieht der Vorstand die finanzielle Solidität des Unternehmens nicht gefährdet. „Darüber sind sich Vorstand und Mehrheitsaktionär einig“, schreibt Thielen.

Die gestrige Hauptversammlung der Mohn-Familie mit GBL brachte keine Klärung, was das weitere Schicksal des Branchenprimus anbetrifft. Es ist weiterhin offen, ob Frère zu Beginn des nächsten Jahres einen Börsengang verlangen wird oder sich doch noch mit den Mohns einigt. Die belgische Finanzholding lehnte auf Anfrage eine Stellungnahme zum möglichen Vorgehen ab. Frère steht unter keinem Zeitdruck. Er kann einen Börsengang zu jeder Zeit verlangen.

Mit dem Brief übt der Vorstand den Schulterschluss mit der Mohn-Familie. In den vergangenen Wochen war immer öfters über einen Interessenkonflikt zwischen Management und der Patriarchenfamilie Mohn die Rede. Der Vorstand stand einem Börsengang angesichts der Handlungsfreiheit und der Vorteile des Kapitalsmarktes positiv gegenüber, berichten Eingeweihte. Mit dem Brief versucht Thielen nun, die traditionelle Einheit zwischen Vorstand und den Mohns wieder herzustellen.

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