Vorwürfe aus China
Die dunkle Seite des Apple-Imperiums

Chinesische Aktivisten sitzen Apple im Nacken: Zulieferer des Elektronikriesen sollen Mitarbeiter ausbeuten und die Umwelt vergiften. Wie es auch anders geht, macht ein deutscher Großkonzern vor.
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DüsseldorfWer mit seinem iPhone oder iPad auf die Website des "Institute for Public & Environmental Affairs" geht, wird überrascht sein über das Gerät, das er gerade in seinen Händen hält. Auf der Seite des Instituts steht eine 46-seitige Dokumentation, wie die High-Tech-Produkte von Apple hergestellt werden. Die teuren, schicken Teile haben eine dreckige Geschichte – in der den Umweltaktivisten zufolge weder auf Mensch noch Natur Rücksicht genommen wird.

Zulieferer von Apple verpesten die Luft und verschmutzen Flüsse und Seen, schreiben fünf Nichtregierungsorganisationen in dem gemeinsamen Bericht. Die Fabriken leiteten kontaminierte Abwässer ungeklärt in Flüsse und Seen ein, eine Probe fand stark erhöhte Werte von Zyanid und Schwermetallen wie Kupfer und Nickel, behaupten sie. „Wir trinken schmutziges Wasser“, klagt ein Fischer, „und die nächste Generation wird giftiges Wasser trinken.“

Insgesamt 27 Zulieferfirmen nimmt der Report ins Visier. Um eine Firma liegt ein beißender Gestank in der Luft, heißt es dort. Menschen, die in der Nähe wohnen, klagen über Kopfschmerzen, gereizte Augen und Atemwege. Ihre Kinder schicken sie lieber in weiter entfernten Orten zur Schule.

Wer Apple-Produkte herstellt, lebt gefährlich. Im Februar räumte Apple ein, dass sich 137 Mitarbeiter beim Arbeiten mit gefährlichen Chemikalien verletzt haben. Mit diesen sollten sie Touchscreen-Monitore reinigen. Im Mai dieses Jahres wurden bei einer Explosion in einer iPad-Fabrik der Firma Foxconn drei Menschen getötet und 15 verletzt. „Das Blut befleckte iPad“, betiteln die Umweltaktivisten ihr Kapitel zu Foxconn, einem der wichtigsten Apple-Zulieferer – und zugleich einer der wenigen bekannten.

Die Amerikaner sprechen nicht gerne darüber, wie ihre iPhones, iPads und iPods fabriziert werden. Klar ist nur, dass Apple nichts mehr selbst produziert, sondern komplett von Zulieferern fertigen lässt. Nicht alle der 27 beschuldigten Firmen seien Apple-Zulieferer, will Ma von der Firma erfahren haben. Welche, wollte Apple aber nicht sagen. Die Liste der Zulieferer ist geheim.

In der New York Times erklärte ein Sprecher: „Überall wo Apple-Produkte hergestellt werden verlangen wir von unseren Zulieferern sichere Arbeitsbedingungen, dass sie ihre Mitarbeiter mit Respekt behandeln, und dass sie umweltverträgliche Prozesse haben.“ Man lege wert auf „höchste Standards sozialer Verantwortung.“

Doch genau das bezweifeln Ma und seine Mitstreiter. Schon im Januar hatten sie den Amerikanern Verstöße vorgeworfen. „Apple bezeichnet sich selbst als grüne Firma“, sagte Ma der Website chinadialogue.net, „aber seit dem ersten Bericht hat sich überhaupt nichts verbessert. Die Firma hat ihr Verhalten nicht im Geringsten verändert.“

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  • Ja, der Artikel beleuchtet das Problem mal wieder einseitig und dies führt zu der Vorstellung, dass Apple dies gutheißen würde. Wer China kennt und schonmal länger hier war, weiß wo das Problem liegt. Das Problem liegt in den Chinesen selber, die extrem profitgierig sind. Somit ist die Regierung gefragt, verstärkt dies zu kontrollieren. Nur ein kleiner Spaziergang außerhalb meiner Firma hier mit einem Blick in die benachbarten Firmen und Flussläufe sagt mir, dass alles extrem verschmutzt ist. Es ist also ein Grundproblem der Chinesen, die erstmal wieder den Respekt zur Natur erlernen müssen. Diesen hatten Sie in Ihrem traditionellen Werten, die heute aber nichts mehr zählen. Hört sich zu negativ an über die Chinesen? Sorry, ist leider meine Erfahrung und viele Chinesen äußern dies sogar selber. Hoffen die Chinesen bekommen dies in den Griff, denn es geht um sie selber und um die Natur im Ganzen. Grüße aus dem verschmutzten China (zumindest fast ganz China).

  • Tja ist halt mal wieder ein typischer Artikel gegen Apple, so nach dem Motto, uihhh da hab ich wieder was gefunden.

    Ich denke mal knopfauge hat dazu schon fast alles gesagt und ich kann mich da so schwach daran erinnern, das auch Siemens und Vodafone kein unbeschriebenes Blatt ist, wie man im eigenen Unternehmen mit Mitarbeitern umgeht ;-)

  • Wer keine Produkte "Made in ..." (für ... irgendein Billiglohnland ohne brauchbaren Arbeits- und Umweltschutz einsetzen) kauft, werfe den ersten Stein. Wir sind alle nicht unschuldig.

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