Vorwurf der Preisabsprache
Millionen-Entschädigung von der Musikindustrie

Fünf große Plattenfirmen sollen in den 90er Jahren in den USA die Preise für CDs abgesprochen haben. Der Vorwurf wird von den Musik-Riesen zwar bestritten, eine Entschädigung für Millionen US-Verbraucher gibt es trotzdem.

HB BERLIN. Die Musikindustrie hat am Freitag über drei Millionen Schecks an Kunden in den USA verschickt. Fünf große Plattenfirmen müssen Verbraucher im ganzen Land entschädigen, weil sie illegale Preisabsprachen getroffen haben sollen. Nach Überzeugung der Justizbehörden von 43 US-Staaten stiegen in den Jahren 1995 bis 2000 die Preise von CDs, Kassetten und Platten, weil sich die Konzerne auf Mindestpreise geeinigt hatten.

Obwohl die betroffenen Firmen - Sony, EMI, Warner, Universal Music und Bertelsmann Music Group - die Vorwürfe zurückwiesen, ließen sie sich auf einen millionenschweren Vergleich ein. Sie zahlen insgesamt 47,4 Millionen Dollar an Verbraucher, die einen entsprechenden Antrag gestellt haben; zudem müssen sie Schulen und Büchereien mit CDs im Wert von 77 Millionen Dollar ausstatten. Für die einzelnen Kunden springen bei der Entschädigung allerdings nur je 13,86 Dollar heraus.

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