Wachstumsaussichten
Kabelbranche blickt optimistisch in die Zukunft

Für Kabelnetzbetreiber sind die Zeiten rosig. Die Margen klettern, Wachstumsfelder gibt es zu genüge. Eine Gefahr für die Branche ist nur das Internetfernsehen. Denn das könnte das Kabel-TV überflüssig werden lassen.
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KölnDie Stimmung bei den Kabelnetzbetreibern ist ausgezeichnet, denn ihr Geschäft in Europa ist hochprofitabel. "Die Gewinnmargen der Branche werden weiter steigen. Wir erwarten eine Ebitda-Marge von 48 Prozent im europäischen Durchschnitt in diesem Jahr", sagte Christian Teichmann, Geschäftsführer der Beratung Solon Management Consulting, dem Handelsblatt. 2011 belief sich der Anteil des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (Ebitda) am Umsatz auf 46 Prozent.

Und die Aussichten für die Branche sind weiterhin gut. "Es gibt drei Wachstumsfelder: Das sind Geschäftskunden, Breitband und Mobilfunk", so Teichmann. Laut Solon werden die europäischen Kabelnetze bis 2014 jährlich um über fünf Prozent wachsen. Das Volumen des europäischen Kabelmarktes beträgt derzeit über 20 Milliarden Euro. "Die letzten Jahre waren in der europäischen Kabelindustrie von starkem Wachstum geprägt", bilanziert Teichmann.

Heute wird in Köln die stark wachsende Kabelmesse Anga Cable eröffnet. Sie ist der größte Treff der Branche in Deutschland. Derzeit gibt es laut Anga hierzulande 18 Millionen Fernsehhaushalte. Davon waren im vergangenen Jahr erst 42 Prozent digitalisiert.

Insbesondere das schnelle Internet mit Bandbreiten von 100 Mbit pro Sekunden sorgt für ein wachsendes Geschäft. Denn dafür müssen die Kunden monatlich extra zahlen. "Die Nachfrage nach hohen Bandbreiten verstärkt sich", sagte eine Sprecherin des Branchenprimus Kabel Deutschland (KDG). "Bei den Neukunden entscheidet sich bereits jeder vierte Kunde für das schnelle Internet." Die KDG wird am nächsten Donnerstag ihre Zahlen vorlegen. Wie Brancheninsider berichten, wird der MDax-Konzern wieder mit positiven Zahlen glänzen.

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