Walldorfer Softwarekonzern will neue Situation prüfen
Anleger erwarten höheres SAP-Angebot

Zwischen dem amerikanischen Softwareriesen Oracle und seinem deutschen Hauptkonkurrenten SAP ist eine Übernahmeschlacht um die US-Softwarefirma Retek entbrannt.

HB SAN FRANCISCO. Oracle hat neun Dollar je Retek-Aktie in bar geboten, teilte die Gesellschaft am Dienstag nach Börsenschluss mit. Dies läuft auf eine Summe von rund 525 Millionen Dollar (398 Mio Euro) hinaus.

SAP hatte im Februar 496 Millionen Dollar oder 8,50 Dollar je Retek-Aktie offeriert. Der Verwaltungsrat der auf Anwendungssoftware für führende Groß- und Einzelhandelsunternehmen spezialisierten US- Softwarefirma hatte die SAP-Offerte akzeptiert.

Oracle habe in den vergangenen Tagen bereits 5,5 Millionen Aktien oder fast zehn Prozent der Retek-Aktien gekauft, betonte die in Redwood Shores (Kalifornien) ansässige Gesellschaft. Oracle- Konzernchef Larry Ellison hob in einem Schreiben an den Retek- Verwaltungsrat hervor, dass seine Offerte besser sei als das SAP- Angebot. 80 Prozent der Retek-Kunden verwendeten die Oracle- Technologie-Plattform. Die Retek-Aktien notierten am Dienstag mit 8,59 Dollar, doch legten sie nachbörslich stark zu. Dies zeigt, dass die Anleger jetzt auf ein höheres Gegenangebot von SAP für Retek hoffen. Retek verteuerten sich bis 19.59 Uhr Ortszeit auf der Handelsplattfor Inet um 16,5% auf 9,90 Dollar. Oracle-Aktien gaben daraufhin bis 18.35 Uhr um 0,7% nach auf 13,52 Dollar. SAP wurden nicht gehandelt.

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