Wanda kauft Legendary: Chinas reichster Mann plant das rote Hollywood

Wanda kauft Legendary
Chinas reichster Mann plant das rote Hollywood

Chinas Immobilienmogul Wang Jianlin zimmert an einem chinesischen Filmimperium. Ihm gehört die größte Kinokette der Welt und er lässt eine Filmstadt bauen. Nun übernimmt er das US-Filmstudio Legendary.

Peking/HamburgWanda-Chairman Wang Jianlin hat wieder zugeschlagen. Der reichste Chinese gab am Dienstag in Peking feierlich die Übernahme des US-Filmstudios Legendary Entertainment bekannt. Wieder einmal betritt Wang damit Neuland. Denn Wanda ist das erste chinesische Unternehmen, das nun ein Hollywood-Studio besitzt.

Der Deal macht Sinn. Der Mischkonzern Wanda ist schon jetzt der größte Kinobetreiber der Welt. Mit der Übernahme von AMC Entertainment im Jahr 2012 gehört den Chinesen auch die zweitgrößte Filmtheaterkette in den Vereinigten Staaten.

Wang denkt in Superlativen. Schon jetzt gehören ihm 125 Einkaufszentren, 81 Hotels, 6600 Kinos. Mit 146.000 neuen Jobs im Jahr stellte Wanda den Rekord als Firma mit den meisten Neueinstellungen in China auf. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete seine Firmengruppe 242 Milliarden Yuan (34 Milliarden Euro). Bis zum Jahr 2020 strebt Wang einen jährlichen Umsatz von 600 Milliarden Yuan an.

Wang Jianlin will Hollywood übertrumpfen. Dazu hat er sich ein Areal in der ostchinesischen Hafenmetropole Qingdao ausgesucht. Im kommenden Jahr soll die „Filmhauptstadt des Orients" (Dongfang Jingdu) fertig sein und langfristig die größte Filmstadt der Erde werden. Auch einen chinesischen Oscar hat Wang eingeplant. Vom Jahr 2018 an möchte Wang jährlich in Qingdao Filmfestspiele ausrichten.

Zur Grundsteinlegung hatte Wang bereits die A-Prominenz aus den USA einfliegen lassen: Nicole Kidman, Leonardo DiCaprio, Kate Beckinsale, Christoph Waltz und John Travolta ließen sich in Qingdao von Wanda umwerben.
Die Übernahme von Legendary scheint ein weiterer Schritt im Aufbau von Wangs chinesischer Traumfabrik. Er werde die Innovationskraft der US-Amerikaner mit den gewaltigen Produktionskapazitäten in China kombinieren, kündigte er in Peking an. „Filme sind international. Und unsere Firma will auf alle Fälle eine Kraft im internationalen Filmgeschäft sein“, sagte Wang.

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