Was Kunden vom Telekom-Streik spüren werden
Wenn der Techniker nicht mehr klingelt

Nach mehrtägigen Warnstreiks streiken seit heute rund 10 000 Telekom-Beschäftigte. Zwar beteuern Telekom und Verdi, dass die Privatkunden von den Auswirkungen verschont werden sollen. Doch Streik bleibt Streik. Welche Bereiche und Services vom Arbeitskampf wirklich betroffen sind und was Privatkunden davon merken werden.

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT. Tausende Telekom-Mitarbeiter haben am Freitag den ersten Streik in der Geschichte des Bonner Konzerns begonnen. Die Gewerkschaft Verdi rief rund 11 000 Mitarbeiter der Deutschen Telekom auf, ihre Arbeit niederzulegen und damit gegen die Sparpläne des Unternehmens zu protestieren.

„Der Streik zielt auf Callcenter, Servicestellen und technische Infrastruktur ab“, sagte Verdi-Streikleiter Ado Wilhelm. Die Telekom erklärte, dass es durch den Streik zu punktuellen Störungen bei Serviceeinrichtungen kommen könne. „Wir haben uns vorbereitet und tun alles, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten“, sagte ein Firmensprecher.

Für Privatkunden wird der Streik zumindest im gegenwärtigen Stadium nur bedingt spürbar. Wie ein Gewerkschaftssprecher erläuterte, sind drei Bereiche der Festnetzsparte T-Com vom Arbeitskampf betroffen: die Callcenter, der technische Kundendienst und die technische Infrastruktur.

Im Falle der Callcenter „dreht sich die Warteschleife länger“, meinte der Sprecher. Unter Umständen fliege der Anrufer auch nach einer Weile aus der Leitung. Selbst in Gewerkschaftskreisen wurde freilich gelästert, dass dies der normalen Kundenerfahrung weitgehend entspreche.

Der Streik beim technischen Kundendienst verhindert unter Umständen, dass Service-Techniker zum Kunden fahren, um beispielsweise einen DSL-Anschluss zu installieren. „Wenn der Techniker bestellt worden ist, kommt der dann unter Umständen erst nächste Woche“, meinte der Sprecher.

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