Wechsel an der Unternehmensspitze zum 1. Juni 2006
Nokia-Chef kündigt Rückzug an

Zum 1. Juni kommenden Jahres tritt der langjährige Nokia-Chef Jorma Ollila ab. Ein Nachfolger ist bereits ausgemacht.

HB HELSINKI. Nachfolger werde der bisherige Leiter der Handy-Sparte, der 52-jährige Olli-Pekka Kallasvuo, teilte der weltgrößte Handy-Konzern am Montag in Helsinki mit. Der 54-jährige Ollila werde danach im Aufsichtsrat von Nokia bleiben.

Ollila habe in mehr als 13 Jahren an der Konzernspitze „das moderne Nokia aufgebaut, das wir heute kennen“, würdigte das Unternehmen ihn in einer Mitteilung. Nachfolger Kallasvuo ist seit mehr als 20 Jahren bei Nokia. Nokia-Präsident Pekka Ala-Pietilä kündigte zugleich sein Ausscheiden aus dem Unternehmen zum 1. Februar 2006 an. Er begründete dies mit persönlichen Gründen.

Der charismatische Ollila, der stets die ganz große Öffentlichkeit gescheut hat, kam bereits 1985 zu Nokia. Seit 1992 leitet er den Konzern und hat während dieser Zeit eine finnische Erfolgsstory ohnegleichen geschrieben. Ein beispielloser Kursanstieg von mehreren Tausend Prozent in den vergangenen zehn Jahren geht vor allem auf Ollilas Visions-Konto. Durch eine geschickte Produktpolitik führte er Finnlands mit Abstand größtes Unternehmen an die Weltspitze.

Der Diplom-Politologe Jorma Ollila wird schon heute in der heimischen Presse als "König von Finnland" bezeichnet - allerdings sehr zu seinem Leidwesen.

Nokia führt seit Jahren mit weitem Abstand den weltweiten Handy-Markt an. Zeitweise reichte der Marktanteil bis an die Marke von 40 %. Zwischenzeitlich hatte der Konzern einige wichtige Trends wie Klapp-Telefone verschlafen, konnte sich jedoch im Gegensatz zum Wettbewerber Siemens schnell wieder fangen und den Anteil wieder über 30 % gesteigert. Im vergangenen Quartal belastete allerdings der starke Preisdruck die Gewinne der zentralen Handy-Sparte.

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