Wechsel des Paypal-Chefs
Stößt Facebook ins Bankgeschäft vor?

Der ehemalige Chef von Ebays Online-Bezahlservice Paypal wird bei Facebook für die boomenden Messaging-Produkte wie Whatsapp zuständig. Mark Zuckerberg persönlich habe bei ihm angeklopft.
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San Francisco/FrankfurtFacebook verpflichtet den Chef des Online-Bezahldienstes PayPal und schürt damit Spekulationen über eine bevorstehende Offensive im Bankgeschäft. David Marcus wird den Chefsessel der schnell wachsenden Ebay -Tochter am 27. Juni räumen und anschließend beim weltgrößten Online-Netzwerk anheuern. Dort soll er für Messenger-Dienste zuständig sein.

Marcus könnte diese künftig so erweitern, dass Facebook-Nutzer darüber auch Konzertickets kaufen oder einen Tisch im Restaurant reservieren können, wie Analyst Brian Blau von der Beratungsfirma Gartner sagte. "Angesichts seiner Expertise in den Bereichen E-commerce und Zahlungsverkehr ist es naheliegend, dass er viele dieser Dinge bei Facebook einführen wird."
Internetkonzerne wie Google, Amazon oder Ebay machen Banken bereits seit einiger Zeit im Zahlungsverkehr Konkurrenz. Bisher bieten die Konzerne ihren Kunden vor allem Dienste an, mit denen sie im Internet bezahlen können - und verlängern damit quasi ihre Wertschöpfungskette. Künftig könnten sie nach Einschätzung von Experten jedoch auch in andere Bereiche des Bankgeschäft vordringen.

Im Gegensatz zu Ebay oder Amazon ist es Facebook bisher nicht gelungen, E-Commerce-Angebote in großem Stil auf seiner Seite zu integrieren. Dies könnte sich nach der Verpflichtung von Marcus jedoch ändern. "Ich freue mich darauf, meine Hände wieder schmutzig zu machen und etwas Neues und Bedeutendes in großem Ausmaß auf die Beine zu stellen", erklärte er auf seiner LinkedIn-Seite.

Er habe sich für den Wechsel zu Facebook entschieden, nachdem er sich mit Firmenchef Mark Zuckerberg über "überwältigende Visionen bei mobilen Messenger-Diensten" ausgetauscht habe. Laut der "Financial Times" hat Facebook außerdem eine Banklizenz in Irland beantragt, womit der Konzern Bankdienstleistungen vermutlich in ganz Europa anbieten könnte.

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Ebay-Chef will Anleger beruhigen

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