Wechsel von der dpa
Büchner wird „Spiegel“-Chefredakteur

Der Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wechselt zum „Spiegel“. Wolfgang Büchner beerbt die entlassenen Doppelspitze Mascolo und Müller von Blumencron. Büchner soll den „Spiegel“ und „Spiegel Online“ leiten.
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Berlin/HamburgWolfgang Büchner (46) wird neuer Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ und von „Spiegel Online“. Der bisherige dpa-Chefredakteur solle sein Amt zum nächstmöglichen Zeitpunkt antreten, teilte „Der Spiegel“ am Montag in Hamburg mit. Damit übernimmt erstmals in der Geschichte des Magazins ein Chefredakteur die Bereiche Print und Online zugleich.

Büchner kennt das Hamburger Verlagshaus bereits: 2001 stieg er bei „Spiegel Online“ ein, von 2008 bis 2009 war er Chefredakteur des Nachrichtenportals. Seit Anfang 2010 steht Büchner an der Spitze der dpa-Redaktion, Mitte 2009 war er zu der Nachrichtenagentur gekommen.

„Spiegel“-Geschäftsführer Ove Saffe sagte laut Mitteilung: „Er bringt alle Voraussetzungen mit, die beiden Redaktionen des Nachrichten-Magazins "Der Spiegel" und der Nachrichten-Website "Spiegel Online" erstmals gemeinsam zu führen und damit die publizistische Zukunft der Medienmarke "Spiegel" erfolgreich zu gestalten.“

Am 9. April war die bisherige „Spiegel“-Doppelspitze von Print-Chef Georg Mascolo und Digital-Chef Mathias Müller von Blumencron abgesetzt worden. Die Trennung erfolgte aufgrund „unterschiedlicher Auffassungen zur strategischen Ausrichtung“.

Bis zu Büchners Start wird die „Spiegel“-Redaktion geführt von den beiden stellvertretenden Chefredakteuren, Klaus Brinkbäumer und Martin Doerry. Rüdiger Ditz, Chefredakteur von „Spiegel Online“, verantwortet das Nachrichtenangebot im Internet.

Deutschlands führende Nachrichtenagentur dpa erlebte unter Büchner große Umwälzungen. Über seine Nachfolge werde der dpa-Aufsichtsrat entscheiden, teilte die Nachrichtenagentur mit. Einen genauen Zeitplan für die Berufung eines neuen Chefredakteurs gebe es noch nicht.

Die dpa gratulierte Büchner zu seiner neuen Aufgabe. „Als Chefredakteur hat Wolfgang Büchner wesentliche Impulse für die konzeptionelle und organisatorische Weiterentwicklung der dpa-Redaktion gegeben“, sagte Karlheinz Röthemeier, der Vorsitzende des dpa-Aufsichtsrates. „Wir haben ihn als kreativen Kopf und erfolgreichen Redaktionsmanager erlebt, der konsequent seinen Weg gegangen ist. Der dpa-Aufsichtsrat dankt Wolfgang Büchner sehr für sein großes Engagement zum Wohle des Unternehmens in den vergangenen Jahren.“ In einer außerordentlich einberufenen Redaktionskonferenz im Berliner Newsroom gab es lang anhaltenden Applaus für Büchners Leistungen.

Über den Kurznachrichtendienst Twitter verabschiedete sich Büchner auch öffentlich: „Liebe @dpa -Kollegen, Ihr seid großartig. Danke für vier lehrreiche, aufregende, wunderbare Jahre.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Buddistische Neonazis" oder der Qualitätsjournalismus eines ehemals kritischen Magazin.
    Wie der Qualitätsjournalismus des heutigen Spiegels aussieht, der früher mal ein kritisches Magazin gewesen sein soll, erkennt man unter anderem an einem kürzlich veröffentlichte Artikel über Muslime in Burma.

    In diesem Artikel beschreibt der Autor Karl-Ludwig Günsche, wie eine "buddhistische Neonazi-Gruppe"(sic) friedliche Muslime terrorisieren würde.

    Wie sich herausstellte, verhielt sich die Sache dann in Wahrheit doch etwas anderes, als es der reißerisch verfasste Artikel suggerierte:
    Tatsächlich handelte es sich bei der "rassistischen Gruppe", wie es in der Überschrift des Spiegel-Artikel heißt, um eine Gruppe burmesischer Mönche, die in auf Reaktion auf dauerhafte islamische Aggression und Gewaltakte von Muslimen in der Region zur gewaltlfreien! Selbstverteidigung übergegangen sind -- Der spanische Autor "Hermes" hat aufgedeckt, was hinter den Behauptungen des Spiegel-Artikels steckt.
    http://gatesofvienna.net/2013/04/defeating-myarabia/#more-28296

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