Wegen Lauschangriff
Anwälte zerren drei US-Telefonfirmen vor Gericht

Der Lauschangriff des US-Inlandsgeheimdienstes NSA könnte für drei Telefonkonzerne noch teuer werden. Nach Verizon sind nun auch milliardenschweren Klagen von Bürgern gegen zwei weitere Firmen eingegangen.

HB NEW YORK. Auch AT&T und Bell South hätten in der umstrittenen Abhöraktion Kundendaten an die Behörden weitergereicht, teilte ein Anwalt der Kläger am Dienstag mit. In dem Rechtsstreit treten 26 Kläger aus 18 Bundesstaaten auf. Sie beschuldigen die drei Unternehmen, die Privatsphäre ihrer insgesamt rund 200 Mill. Kunden verletzt zu haben und fordern einen Schadensersatz im Wert von 200 Mrd. Dollar.

Die anfangs nur gegen Verizon gerichtete Sammelklage wurde am Freitag bei einem Amtsgericht im New Yorker Stadtteil Manhattan eingereicht. Die Unternehmen haben bisher bestritten, illegal Kundendaten an die NSA weitergereicht zu haben.

Die Zeitung „USA Today“ hatte letzte Woche berichtet, die drei Telefonkonzerne hätten im Rahmen des Lauschangriffs Millionen von Verbindungsdaten an die Behörden weitergereicht. In den USA ist eine Bespitzelung von Bürgern nur unter strengen Auflagen möglich. Nach den Enthüllungen hat sich auch der Druck auf US-Präsident George W. Bush erhöht. Dieser hat das Geheimdienstprogramm verteidigt. Es sei nötig, um die US-Bürger vor Terroranschlägen zu schützen.

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