Weitere 19 Prozent an Ren-TV
RTL stockt Beteiligung in Moskau auf

Die zu Bertelsmann gehörende Fernsehsender-Familie RTL Group stockt unbestätigten russischen Medienberichten zufolge ihren Anteil am russischen TV-Sender Ren-TV von 30 auf 49 Prozent auf. Den Berichten zufolge ist der dem Kreml nahe stehende Stahlkonzern Severstal bereit, RTL für 60 Mill. Dollar weitere 19 Prozent an Ren-TV zu verkaufen.

mbr MOSKAU. Severstal hatte dem russischen Strommonopolisten UES am 1. Juli für 100 Mill. Dollar dessen 70-prozentige Ren-Beteiligung abgekauft. Der Fernsehsender erreicht in Russland einen Marktanteil von gut 4,5 Prozent und hatte im vorigen Jahr Werbeeinnahmen von 90 Mill. Dollar eingefahren. Laut russischem Medienrecht dürfen Ausländer nur eine Minderheitsbeteiligung an lokalen TV-Kanälen besitzen. Sein erstes Paket an Ren-TV-Anteilen hatte RTL am 1. Juli von den Kanal-Gründern, der Familie Lesnjewskij, erworben. Die RTL Group bezeichnet die Berichte als reine Spekulation.

Unterdessen trennt sich der staatlich kontrollierte russische Gasgigant Gazprom von seinen Medienaktivitäten. Berichten zufolge verkauft er seine Medienholding an die konzerneigene Gazprombank und übernimmt dafür Anteile am russischen Stromerzeuger UES. Der Aufsichtsrat des nach Reserven gerechnet weltgrößten Energiekonzerns hat gestern über den von Firmenchef Alexej Miller angekündigten Tausch beraten. Laut einem Bericht der Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ plant der Gaskonzern, Gazprom-Media für 100 Mill. Dollar zu verkaufen. Für die 10,5 Prozent der Anteile an dem Strommonopolisten soll er im Gegenzug 140 Mill. Dollar an die Bank zahlen.

Analysten hatten den Wert von Gazprom-Media bis zu fünfmal höher eingestuft. Unter dem Dach der Holding sind die Fernsehsender NTW und TNT, der Kabelkanal NTW plus, der Radiosender „Echo Moskwy“ sowie der Zeitschriftenverlag „Sjem Dnjej“ und 50,2 Prozent der Anteile an der Zeitung „Iswestija“ vereint. 2004 setzte Gazprom-Media 400 Mill. Dollar um.

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