Weitere Preissenkunegn angekündigt
Gewinneinbruch bei AT&T

Der größte US-Ferngesprächsanbieter AT&T hat im ersten Quartal dieses Jahres wegen des brutalen Preiswettbewerbs unter anderem von Mobilfunkfirmen und Regionalanbietern und fallenden Umsätzen seiner Verbraucher- und Unternehmensgeschäfts-Sparten einen starken Gewinnrückgang verbucht.

HB BEDMINSTER. AT&T verdiente nur noch 304 Millionen Dollar (255 Mill. Euro) gegenüber 571 Millionen Dollar im Januar-März-Abschnitt 2003 (-47 Prozent), gab die Gesellschaft am Donnerstag vor US-Börsenöffnung bekannt. Der Gewinn pro Aktie fiel auf 38 (Vorjahresvergleichszeit: 73) Cent und der Quartalsumsatz auf 8 (9) Milliarden Dollar (-11 Prozent), da bei AT&T vor allem die im Konzern dominierenden Erlöse mit Privatkunden wegbrachen.. Dennoch kam der Konzern damit noch überraschend gut weg. Analysten hatten sogar mit einem Rückgang auf 33 Cent gerechnet.

AT&T kündigte zugleich Preissenkungen an, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Ferngesprächsanbieter in den USA leiden seit langem unter zunehmenden Konkurrenzdruck durch die in ihren Markt drängenden Ortsverbindungsanbieter, schwache Ausgaben bei den Geschäfts- und Privatkunden sowie die wachsende Verbreitung von Mobiltelefonen. Im Gegensatz zu Europa ist auf dem US-Markt eine allmähliche Ablösung von Festnetzgesprächen durch den Mobilfunk zu erkennen.

Früheren Angaben zufolge rechnet AT&T für das laufende Geschäftsjahr mit Umsatzeinbußen zwischen sieben und zehn Prozent. Bereits im Schlussquartal 2003 war der Umsatz um knapp 13 % und im Vierteljahr zuvor um rund acht Prozent geschrumpft, was ebenfalls die Gewinne belastet hatte.

Von dem Mobilfunkboom in den USA kann AT&T nicht mehr profitieren, da die Mobilfunksparte mittlerweile als AT&T Wireless als unabhängiges, börsennotiertes Unternehmen agiert. Mit AT&T hat das Mobilfunkunternehmen, das bis Jahresende vom Konkurrenten Cingular übernommen wird, nur noch den Markennamen gemein. Wegen technischen Problemen kündigten bei AT&T Wireless als drittgrößtem US-Anbieter im zurückliegenden Quartal mehr Kunden ihre Verträge als Neukunden hinzukamen. Dadurch sank bei anhaltend kräftigem Kundenwachstum in der Branche der Kundenbestand von bislang rund 22 Mill. Nutzern um 367 000.

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