Weiteres Wachstum nach Rekordjahr
Bertelsmann sucht Schulterschluss mit Finanzinvestoren

Europas größter Medienkonzern Bertelsmann will nach einem Rekordergebnis im vergangenen Jahr sein künftiges Wachstum stärker mit Hilfe von Finanzinvestoren bestreiten.

dpa-afx BERLIN/GÜTERSLOH. Es werde gemeinsam mit den Partnern Morgan Stanley und Citigroup ein Private-Equity-Fonds über eine Milliarde Euro aufgelegt, sagte Finanzvorstand Thomas Rabe am Mittwoch bei der Bilanz-Pressekonferenz in Berlin. Bertelsmann werde den Fonds mit 500 Mill. Euro speisen. Ziel sei es, in den nächsten vier Jahren gemeinsam mit den Finanzinvestoren und möglichen weiteren Partnern Minderheitsbeteiligungen im Mediensektor zu erwerben und diese später schrittweise auszubauen, sagte Rabe. Konkrete Ziele nannte er nicht.

Bertelsmann hat 2006 ein Rekordergebnis erzielt. Der Konzerngewinn verdoppelte sich vor allem wegen des Verkaufs des Musikverlages BMG Music Publishing auf 2,4 Mrd. Euro. Operativ lag des Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) bei 1,87 Mrd. Euro (plus 16 Prozent). Zur Gewinnsteigerung haben dem Unternehmen zufolge alle Bereiche beigetragen mit Ausnahme der Musiksparte Sony BMG, an der Bertelsmann 50 Prozent hält. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 7,9 Prozent auf 19,3 Mrd. Euro.

Bertelsmann wies zum Jahresende 2006 nach dem Aktienrückkauf vom belgischen Minderheitsaktionär GBL für 4,5 Mrd. Euro einen Schuldenstand von 6,8 Mrd. Euro auf. Bis Ende des laufenden Jahres sollen die Schulden auf rund sechs Mrd. Euro zurückgeführt sein, sagte Rabe. Nach einem weiteren Jahr der Investitionszurückhaltung 2007 sollen von 2008 an jährlich 1 bis 1,5 Mrd. Euro für Zukäufe bereit stehen.

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