Weitgehend einig über Übernahme
France Telecom bei Amena fast am Ziel

Der französische Telekommunikationskonzern France Telecom ist in den Verhandlungen um eine Übernahme von Amena fast am Ziel. Er will für den spanischen Mobilfunkanbieter die Kasse weit aufmachen. France Telecom betrachtet den Kauf als eine „seltene Gelegenheit für das Unternehmen“.

HB LONDON/MADRID. Im Prinzip wurde eine Einigung erzielt, Amena für 10,6 Mrd. € zu übernehmen. „Es gibt bereits eine prinzipielle Vereinbarung, die wir jetzt noch in einen Vertrag umwandeln müssen. Das wird wahrscheinlich nächste Woche passieren“, verlautete am Freitag aus Kreisen, die der Transaktion nahe stehen. Einer der letzten Verhandlungspunkte sei die Frage, wie viel France Telecom in Aktien und wie viel in bar für Amena zahle. Amena ist Spaniens drittgrößter Mobilfunkanbieter. Am Ende des ersten Quartals hatte er 9,5 Mill. Kunden. Die Unternehmen kommentierten die Informationen zunächst nicht.

Am Dienstag hatte France Telecom mitgeteilt, es habe mit der Unternehmensprüfung von Amena begonnen, sich aber nicht an der Auktion für die zum Verkauf stehende Muttergesellschaft Auna beteiligt. Die Mehrheitsaktionäre von Auna - Endesa, Union Fenosa und Santander - hatten vergangene Woche drei Angebote für Auna erhalten - eines für die gesamte Gruppe und zwei für das Mobilfunk- und Kabelgeschäft des Festnetzanbieters.

„Spanien ist eine seltene Gelegenheit für das Unternehmen“, hieß es in den Unternehmenskreisen weiter. Spanien sei einer der wenigen Wachstumsmärkte, die in Europa übrig seien. Auna ist Spaniens zweitgrößter Telekommunikationskonzern hinter Telefonica.

Frankreichs größter Telekomkonzern hat seine Verbindlichkeiten in den vergangenen drei Jahren von 70 Mrd. € auf 49,3 Mrd. € per Ende 2004 reduziert. Auna ist mit 4,5 Mrd. € verschuldet. Zu France Telecom gehören der Festnetzbetreiber Uni2 und das Internetunternehmen Wanadoo.

France Telecom habe trotz seiner Schulden genügend Liquidität für die Transaktion zur Verfügung, sagte ein Banker, der mit dem Unternehmen vertraut ist. Der in Paris ansässige Telekomkonzern hatte jüngst einen Kredit über acht Mrd. € erhalten.

France-Telecom-Aktien gaben am Freitag um zwei Prozent auf 23,86 € nach.

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