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03.07.2008 
Internet-Spieleplattform

Wellington finanziert Gameduell.de

von Axel Postinett

Die deutsche Internet-Spieleplattform Gameduell.de erhält in einer zweiten Finanzierungsrunde elf Mill. Euro vom Venture-Capital-Unternehmen Wellington Partners. Mit der zusätzlichen Finanzspritze wird die internationale Expansion vorangetrieben.

Walter Lutzky auf der Games Convention, Europas Leitmesse für interaktive Unterhaltung, in Leipzig. Er spielt beim Online-Portal Gameduell Karten. Foto: apLupe

Walter Lutzky auf der Games Convention, Europas Leitmesse für interaktive Unterhaltung, in Leipzig. Er spielt beim Online-Portal Gameduell Karten. Foto: ap

DÜSSELDORF. Gameduell bietet die Möglichkeit, im Internet gegen andere Spieler in verschiedenen Spielen, darunter Rommé, Skat und Billard, anzutreten. Viele Spiele sind kostenlos, für größere Turniere werden Eintrittsgelder fällig. An Gameduell sind auch Burda Ventures beteiligt und Holtzbrinck Ventures - eine Firma aus der Verlagsgruppe, in der das Handelsblatt erscheint.

2007 hat die Plattform einen Umsatz von zehn Mill. Euro erzielt, sagte Mitgründer Kai Bolik dem Handelsblatt. Für die nächsten Jahre sei jeweils eine Verdoppelung geplant, nicht zuletzt durch eine Expansion in die USA, den größten Markt für Internet-Spiele. Hier ist der Marktführer Worldwinner.com (Liberty Media). Gameduell will im Zuge der Expansion die Zahl der Mitarbeiter von jetzt 80 "möglichst bald" verdoppelt.

Das sogenannte "Casual Gaming", einfache Spiele ohne Einarbeitungs- oder Installationsaufwand, gilt als großer Wachstumsmarkt. Deutsche Unternehmen spielen im Bereich Internetspiele - anders als sonst in dieser Branche - auch durchaus international mit und sind gefragt. Anfang Juni wurde das Hamburger Spieleportal Bigpoint für eine Gesamtbewertung von rund 100 Mill. Dollar mehrheitlich an den US-Medienriesen NBC Universal und GMT Communications verkauft. An Bigpoint waren unter anderem die Samwer-Brüder (Jamba, StudiVZ) als Investoren beteiligt.

Ein weiterer Venture-Deal im Gamingbereich kommt aus China, Die chinesische Online-Gamingplattform Giant kauft sich für 51 Mill. Dollar bei einem der größten lokalen Social Networks, 51.com, ein. Die Zahlen von 51.com sind beeindruckend - wenn auch derzeit schwer überprüfbar. Nach eigenen Angaben hat das chinesische Social Network rund 120 Mill. registrierte Nutzer. Knapp 31 Mill. Unique Visitors loggen sich im Schnitt jeweils 18 mal pro Monat ein und produzieren 350 Mill. Page Views - täglich. Giant betreibt sehr populäre MMOGs, Massive Multiplayer Online Games, in China. Das junge Unternehmen meldet für das erste Quartal 2008 einen Umsatz von umgerechnet 67 Mill. Dollar und einen Nettogewinn von 48 Mill. Dollar, was einer Nettogewinnmarge von 71 Prozent entspricht. Zu den Gründungsfinanzierern gehört Sequoia Capital China.

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