Weltmarktführer
Nokia verschwindet aus Top Fünf der Smartphone-Welt

Der tiefe Fall von Nokia geht weiter: Die Finnen gehören nicht mehr zu den fünf größten Smartphone-Anbietern weltweit. Den Platz nahm der chinesische Konzern ZTE ein. An der Spitze hält sich weiterhin Samsung.
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FraminghamDer chinesische Hersteller ZTE hat den einstigen Handy-Weltmarktführer Nokia aus den weltweiten Top 5 der Smartphone-Anbieter verdrängt. Mit einem Absatzsprung von fast 83 Prozent erklomm ZTE nach Zahlen des Marktforschers IDC den vierten Platz. Unangefochtener Marktführer ist demnach Samsung mit 56,9 Millionen abgesetzten Computer-Handys. Das bedeutet einen Marktanteil von 31,3 Prozent. Apple rangiert mit 26,9 Millionen verkauften iPhones und 15 Prozent des Marktes auf Platz zwei.

ZTE liefert sich mit seinen 7,5 Millionen verkauften Smartphones ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Blackberry-Anbieter RIM und HTC. ZTE hat laut IDC einen Marktanteil von 4,2 Prozent, die Blackberrys kommen auf 4,3 Prozent und HTC auf 4,0 Prozent. Die Zahlen machen zugleich deutlich, wie sehr Samsung und Apple zusammen den Markt beherrschen und wie wenig Platz sie den anderen Anbietern übriglassen.

Nokia war noch zum Start des iPhone 2007 klarer Smartphone-Marktführer und kontrollierte zeitweise mehr als die Hälfte des Geschäfts. Allerdings wurden die Finnen mit ihrem alternden Betriebssystem Symbian danach von den Apple-Handys mit ihrer neuartigen Touchscreen-Bedienung und den vielen Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android überrollt. Samsung ist mit Abstand der erfolgreichste Android-Anbieter, aber auch ZTE und HTC setzen auf das System.

Nokia entschied sich Anfang 2011 für Microsofts Windows Phone als zentrale Smartphone-Plattform. Während der Absatz von Symbian-Geräten schnell fällt, hängt der Smartphone-Marktanteil von Windows auch ein Jahr nach dem Start der ersten Lumia-Smartphones von Nokia im niedrigen einstelligen Prozentbereich fest. In den kommenden Wochen kommen aber neue Smartphones mit der nächsten Programmversion Windows Phone 8 auf den Markt, von denen sich Microsoft und auch Nokia eine Trendwende erhoffen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was heißt hier "der tiefe Fall geht weiter"? Das ist Spekulation. Die IDC-Zahlen sind nur ein Blick in den Rückspiegel. Nokia ist in den vergangenen Monaten weiter abgerutscht; dies war aber zu erwarten, weil alle potentiellen Käufer auf die Windows-8-Modelle warten (bzw. auf Abverkaufspreise der Lumia-Auslaufmodelle mit WIndows siebeneinhalb). Diese Momentaufnahme taugt also zu nichts außer Nokia-Bashing. Vielleicht sollte man einfach mal abwarten, wie die Finnen sich im Weihnachtsgeschäft schlagen - bzw. wann sie endlich die neuen Modelle ausliefern. Das wäre wohl eher die spannende Story: Angekündigt sind die Dinger für "November", was ja ein dehnbarer Begriff ist - am 2. oder am 30.? Mehr dazu: http://wp.ujf.biz/?p=45

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