Weltmarktführer will Marktanteile bei Flash-Chips gewinnen
Intel greift Konkurrenten AMD an

Die Auseinandersetzung zwischen den Halbleiterproduzenten Intel und AMD wird härter. Im Gespräch mit dem Handelsblatt kündigte Intel an, sein Geschäft mit Flash-Speicherchips kräftig auszubauen.

HB MÜNCHEN. „Wir gehen aggressiv in diesen Markt“, sagte Darin Billerbeck, der bei Intel die Flash-Sparte leitet. Damit greift der Weltmarktführer den kleineren Rivalen AMD an einem wunden Punkt an. Denn mit Flash-Speichern verliert AMD momentan viel Geld.

Flash-Chips werden vor allem in Handys und Unterhaltungselektronik eingebaut, etwa als Speicherkarten für Digitalkameras oder in USB-Sticks. Durch sie gehen Informationen nicht verloren, wenn das Gerät ausgeschaltet wird.

Die Konzerne liegen seit langem im Clinch. AMD hat Intel jüngst wegen unfairer Geschäftspraktiken vor einem US-Gericht verklagt. Die Kalifornier werfen ihrem Konkurrenten vor, sie mit unlauteren Mitteln aus dem Markt drängen zu wollen. So soll Intel Händler gezwungen haben, keine AMD-Produkte mehr zu verkaufen. Intel bestreitet dies.

Zudem werfen AMD-Manager Intel vor, die Preise für Flash-Speicher künstlich niedrig zu halten. Damit solle AMD in die roten Zahlen getrieben werden. Intel weist dies zurück. „Wenn wir das täten, würden wir viel Geld verlieren. Unser Ziel ist es aber, möglichst viel Gewinn zu machen“, unterstrich Billerbeck.

Im Flash-Geschäft würde Intel kostengünstiger produzieren und hätte bessere Produkte. Deshalb könnte die Firma attraktivere Preise anbieten, sagte Billerbeck. Ob Intel mit seinen Flash-Chips tatsächlich Geld verdient, lässt sich nicht nachprüfen, weil die Zahlen nicht veröffentlicht werden.

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