Weniger PC-Käufe erwartet
Intel: Keine Hilfe vom Christkind

Weil das vorweihnachtliche Geschäft mit PCs schlecht läuft, bricht der Umsatz der Halbleiterhersteller ein. Intels düstere Prognose erschüttert die Branche.

MÜNCHEN. Weihnachten. Alle haben sich lieb, trinken Rotwein und Rumpunsch und freuen sich auf die Gans aus dem Ofen. Das Christkind darf selbstverständlich nicht fehlen, denn ohne Geschenke wäre Heiligabend nur halb so schön. Dieses Jahr sieht es allerdings so aus, als würde die Bescherung in vielen Haushalten bescheidener ausfallen als sonst. Zumindest für PCs und Notebooks geben die Leute rund um den Globus nicht mehr so viel Geld aus.

Ein guter Indikator für den Zustand der Computerbranche ist schon seit Jahren Intel, der größte Chiphersteller der Welt. Treffen die Vorhersagen des US-Konzerns ein, dann bleibt dieses Jahr viel Platz unterm Weihnachtsbaum frei. Intel nahm am Donnerstag seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende vierte Quartal deutlich zurück. Die Firma aus dem Silicon Valley rechnet jetzt nur noch mit Einnahmen zwischen 8,7 Mrd. Dollar und 9,3 Mrd. Dollar. Noch Mitte Oktober hatte Intel-Chef Paul Otellini Erlöse von bis zu 10,9 Mrd. Dollar versprochen.

Wie düster die Aussichten wirklich sind, belegt der Vergleich mit dem dritten Quartal: Von Juli bis September haben die Amerikaner Chips für 10,2 Mrd. Dollar verkauft. Trotz des Weihnachtsgeschäfts, das normalerweise für den höchsten Umsatz des Jahres sorgt, werden die Erlöse nun zum Jahresende um rund zehn Prozent fallen. Ein Desaster. Dazu kommt, dass Intel auch eine geringere Marge erwartet als jüngst angekündigt.

Für die Computerindustrie sind das schlechte Nachrichten, denn das Unternehmen dominiert das Geschäft mit Prozessoren. Diese kleinen elektronischen Bauteile sind das Gehirn eines jeden Rechners.

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