Werbeeinnahmen steigen: Facebook münzt Handy-Nutzer in Geld um

Werbeeinnahmen steigen
Facebook münzt Handy-Nutzer in Geld um

Es ist die größte Sorge der Investoren: Schafft es Facebook-Chef Zuckerberg, die wachsende Zahl der Mobil-Nutzer in Werbeeinnahmen zu verwandeln? Die jüngsten Quartalszahlen des sozialen Netzwerks wecken Hoffnung.

New YorkFür Facebook-Nutzer sind sie oft ein Ärgernis – Investoren aber lieben sie: Werbeanzeigen auf dem Smartphone, untergemischt zwischen die Statusmeldungen der Freunde. Sie sind der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg des sozialen Netzwerks: Wenn viele User viele Anzeigen sehen, verdient Facebook viel Geld.

So war das im vergangenen Quartal. Wie der Konzern aus dem kalifornischen Menlo Park am Mittwoch mitteilte, läuft es im Mobilgeschäft immer besser: Zwischen Januar und März verdiente Facebook demnach 30 Prozent seiner Werbeeinnahmen auf Smartphones und Tablets. Im Vorjahresquartal waren es noch 23, im Jahr davor sogar nur 14 Prozent. Insgesamt stiegen die Werbeeinnahmen um 43 Prozent auf 1,25 Milliarden Dollar.

„Wir haben große Fortschritte gemacht“, sagte Gründer und Vorstandschef Mark Zuckerberg. Und so konnte Facebook seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 38 Prozent auf 1,46 Milliarden Dollar steigern. Damit landete der Konzern knapp über den Erwartungen der von der Finanznachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten.

Anlegern dürfte das gefallen. Denn das Werbegeschäft auf Mobilgeräten gilt als größte Sorge des Netzwerks: Immer mehr Nutzer – inzwischen rund 68 Prozent – greifen über Smartphone oder Tablet auf ihr Profil zu. Gleichzeitig ist es schwieriger, auf den kleinen Bildschirmen Anzeigen unterzubringen. Zudem bringt ein Mobil-User weniger Werbeeinnahmen ein als ein Nutzer der Online-Seite. Dass Facebook in Zukunft trotzdem gute Gewinne machen würde, daran zweifelten viele Investoren – was den Aktienkurs kurz nach dem Pannen-Börsengang vor einem Jahr hatte einbrechen lassen.

Im vergangenen Quartal aber investierte der Konzern viel Geld, um das Problem zu lösen. Er entwickelte unter anderem neue Werbeformen und bessere Programme, mit denen Werbekunden den Erfolg ihrer Kampagnen messen können. Im März stellte Zuckerberg zudem „Facebook Home“ vor – eine eigene Benutzeroberfläche für Handys mit Android-Betriebssystem, auf der sich noch effektiver Werbung unterbringen lässt. „Das ist der erste Schritt auf einer langen Reise“, sagte Zuckerberg am Mittwoch.

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