Werbekampagne in Stadien: HP hat mit Software noch große Pläne

Werbekampagne in Stadien
HP hat mit Software noch große Pläne

Hewlett-Packard ist bekannt für seine Drucker und – spätestens seit der Übernahme von Compaq – auch für seine Computer. Hier hat sich das Unternehmen zum Marktführer hochgearbeitet. Im Bereich Software und IT-Lösungen ist HP bei weitem noch nicht so weit. Die Ambitionen sind da, doch es hakt an einigen Ecken.

MÜNCHEN. Computer und Drucker steuern gut zwei Drittel zum Umsatz von HP bei, wie die jüngst vorgelegte Bilanz fürs Jahr 2006 gezeigt hat. Dabei will HP neben IBM und Sun Microsystems einer der führenden Anbieter von IT-Lösungen sein. In Europa ist in diesem Bereich noch Fujitsu-Siemens mit von der Partie. Dieses Geschäft ist von der sinnvollen Kombination von Serverrechnern mit entsprechenden Dienstleistungen und Firmen-Software geprägt.

Besonders das Thema Software ist noch eine Baustelle bei HP. Der Bereichsumsatz von 550 Mill. Dollar ist trotz hoher Potenziale im Vergleich zu den anderen Geschäftsfeldern marginal. Er entspricht etwa 1,4 Prozent des Gesamtumsatzes. Im Vergleich dazu liegt bei IBM der Anteil des Umsatzes bei 20 Prozent und der des operativen Gewinns bei 40 Prozent.

Angesichts dieser Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass sich Konzernchef Mark Hurd das Thema Software auf seine Fahnen geschrieben hat, kommt er doch von Teradata, dem Softwarehaus des NCR-Konzerns. Nach einem Bericht des Wall Street Journals will Hurd HPs Unternehmens-Software in nächster Zeit in einer groß angelegten Kampagne vermarkten, sogar in Sportstadien.

Zersplitterter Markt

In der Vorbereitung sollen vor allem die Pakete Openview von HP und die Software der im vergangenen Jahr übernommenen Mercury Interaktive gebündelt werden. Die bisherigen Markennamen sollen aufgegeben und eine neue Marke – HP-Software – kreiert werden.

Das Thema Software ist eigentlich nicht neu für Hewlett-Packard. Bereits in der frühen Phase des Personalcomputers hatte HP unter dem Namen New Wave ein Software-Paket auf den Markt, das damals grafische Kommandos für das Betriebssystem Windows anbot. Das war 1988. In dem Jahr brachte HP auch seine Management-Software Openview auf dem Markt, die heute noch von einer Reihe von treuen Kunden genutzt wird. Dazu kommt das HP-Paket Opencall, das vor allem in der Telekomm-Industrie seinen Einsatz findet.

Openview ist eine Software für das Management von IT-Systemen in Unternehmen. Wichtigste Konkurrenten sind Tivoli von IBM sowie Pakete von Computer Associates (Unicenter) und BMC (Patrol). Keine der Firmen hat jedoch eine dominierende Stellung. Der Markt ist auch nach Jahren noch relativ zersplittert ist. Über die Hälfte der Marktanteile halten kleinere Anbieter. Eine Chance für HP.

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