Werk Bochum
Nokia zahlt Subventionen nicht fristgerecht zurück

Nordrhein-Westfalen wartet bislang vergeblich auf eine Rückzahlung von 60 Mill. Euro an Subventionen und Zinsen durch den finnischen Handy-Hersteller Nokia. Das Unternehmen hat die vom Düsseldorfer Finanzministerium gesetzte Frist verstreichen lassen.

HB DÜSSELDORF. Das sagten Sprecher der NRW.Bank und des Wirtschaftsministeriums am Dienstag in Düsseldorf. Eine Nokia -Sprecherin hatte bereits am Montag angekündigt, der Konzern werde das Geld bis zum Ablauf der Frist am Montag um 24 Uhr nicht überweisen.

Das Land bereitet dem Wirtschaftsministerium zufolge nun eine Klage gegen Nokia vor. Gleichzeitig würden die Gespräche mit dem finnischen Konzern über die Zukunft der Beschäftigten des Bochumer Werks fortgesetzt. Vom Verlauf der Gespräche hänge das weitere Vorgehen des Landes ab, sagte der Ministeriumssprecher.

Unter dem Druck der Millionenforderung gibt es bei den Gesprächen offenbar inzwischen erste Fortschritte. "Wir sind mit der Landesregierung in Gespräche und in recht guter Hoffnung, dass es zu einer gemeinsamen Lösung kommen wird", sagte die Nokia -Sprecherin. Auch im Wirtschaftsministerium hieß es, die Gespräch mit dem Handy-Konzern verliefen "sehr konstruktiv".

Nordrhein-Westfalen fordert vom finnischen Weltmarktführer fast 60 Mill. Euro zurück, weil der Konzern angeblich Arbeitsplatzzusagen bei dem vor der Schließung stehenden Bochumer Handy-Werk nicht erfüllt hat, die mit den Finanzhilfen verbunden waren. Der Handy-Hersteller weist den Vorwurf zurück. Es ist der höchste Rückforderungsanspruch in der Geschichte des Landes gegenüber einem einzelnen Unternehmen.

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