Wettbewerbsdruck
Blackberry plant weiteren Stellenabbau

Der Smartphone-Hersteller Blackberry plant laut einem Zeitungsbericht den nächsten Stellenabbau. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden bereits rund 5000 Stellen gestrichen. Der Konzern kämpft mit sinkenden Marktanteilen.
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New YorkDer mit Absatz-Problemen kämpfende Smartphone-Pionier Blackberry plant laut einem Zeitungsbericht den nächsten Stellenabbau. Davon sollen unter anderem das mittlere Management sowie der Verkaufsbereich betroffen sein, schrieb das „Wall Street Journal“ am Mittwoch.

Zudem sei der für Verkäufe in den USA zuständige Vize-Präsident Richard Piasentin im vergangenen Monat entlassen worden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Laut Marktforschern war der US-Marktanteil von Blackberry zuletzt trotz des Starts neuer Modelle unter ein Prozent gefallen. Das Unternehmen bestätigte der Zeitung lediglich, dass Piasentin nicht mehr für Blackberry arbeite, machte aber keine weiteren Angaben.

Blackberry-Chef Thorsten Heins hatte im vergangenen Geschäftsjahr bereits rund 5000 Stellen gestrichen. Auf der Hauptversammlung am Dienstag warb er um Vertrauen der Anteilseigner. „Es braucht mehr als ein paar Quartale, bis wir dorthin gelangen, wo wir hin wollen“, sagte der aus Deutschland stammende Manager im kanadischen Waterloo. Der Wettbewerb sei stark. „Es wird nicht einfach.“ Er deutete weitere Einsparungen an, um Investitionen in neue Geräte und Software zu finanzieren.

Heins hatte zu Jahresbeginn neue Smartphones mit dem Betriebssystem Blackberry 10 vorgestellt, das die Wende bringen soll. Die Verkaufszahlen blieben aber hinter den Erwartungen zurück und es liefen neue Millionenverluste auf, woraufhin vor zwei Wochen die Aktie des Unternehmens massiv einbrach.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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