Wettbewerbshüter
EU untersucht Apples Vertriebspraktiken

Die EU-Kommission will den Verkauf von iPhone und iPad beobachten. Mehrere Telekomanbieter hätten sich informell über die Apple-Praktiken beschwert. Die EU untersucht nun, ob der Konzern gegen Wettbewerbsrechte verstößt.
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BrüsselDie EU-Wettbewerbshüter haben Apples Vertriebspraktiken ins Visier genommen. Nach Hinweisen auf mögliche Probleme werde beobachtet, wie Apple beim Vertrieb von iPhone und iPad vorgehe, sagte der Sprecher der Europäischen Kommission, Antoine Colombani, am Freitag. Kreisen zufolge geht es um informelle Beschwerden von mehreren Telekomanbietern. Diese hätten Bedenken wegen der Geschäftsbedingungen in Verträgen mit Apple geäußert, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. „Apple besteht auf einen bestimmten Betrag an Subventionen und Marketing für das iPhone.“ Eine andere Person sagte, die Einwände seien Ende des Jahres bei der EU-Kommission vorgetragen worden.

Apple-Sprecherin Natalie Kerris sagte: „Unsere Verträge entsprechen vollkommen den Landesgesetzen, wo wir Geschäfte machen.“ Es habe keine formelle Beschwerde gegeben, sagte der Kommissionssprecher. Sollte es Anzeichen von Wettbewerbsverstößen geben, werde die EU umgehend einschreiten.

Apple ist mit dem iPad Weltmarktführer im Tablet-Geschäft und gehört mit dem iPhone zu den wichtigsten Smartphone-Anbietern neben Samsung. Das iPhone sorgt für die Hälfte des Umsatzes des weltweit wertvollsten Technologiekonzerns.

Es ist nicht das erste Mal, dass die EU-Behörden ein kritisches Auge auf Apple werfen. Vor knapp drei Jahren stand der Konzern im Mittelpunkt von Ermittlungen wegen seines iPhone-Geschäfts. Diese wurden eingestellt, nachdem das US-Unternehmen grenzübergreifende Reparaturen eingeführt und Beschränkungen für Anwendungen auf dem Gerät reduziert hatte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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