WhatsApp-Gründer Koum Der Milliardär, der mit Lebensmittelmarken zahlte

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Erdbeeren als Mitbringsel für Zuckerberg

Facebook-Deal: Was muss, das muss

Koum handelte einen Deal aus, der beinhaltet, dass sich an der Vorgehensweise nichts ändern solle. Die App werde unabhängig geführt werden. Koum wird aber in den Verwaltungsrat von Facebook aufrücken. Weder er noch Acton wollten anlässlich der Übernahme Interviews geben.

Der 42-jährige Acton war Koums Mentor während der gemeinsamen Zeit bei Yahoo. Laut Magazin Wired arbeitete der 42-jährige Kompagnon Koums dort unter anderem an Einkaufs- und Reisediensten und verbrannte sich die Finger mit Internetaktien, als die Internetblase an der Börse um die Jahrtausendwende platzte, berichtet Forbes. Gemeinsam seien die beiden etwa Skifahren gegangen.

Jim Koum (links) und Brian Acton. Quelle: Sequoia Capital.

Jim Koum (links) und Brian Acton. Quelle: Sequoia Capital.

Nach seiner Zeit bei Yahoo hatte sich Acton bei Facebook beworben, wurde aber abgelehnt. Die eigene Firma hat gerade einmal 50 Mitarbeiter und konnte dennoch Millionen für sich begeistern. Gegen eine jährliche Nutzungsgebühr von weniger als einem Euro können Nachrichten, Bilder und Videos an einzelne oder mehrere Kontakte versandt werden.

Dabei setzten die beiden nicht auf PR oder Werbung, sondern ausschließlich auf Mund-zu-Mund-Empfehlungen und virale Verbreitung der Anwendung. Vor allem in Europa ist WhatsApp ein Erfolg, weil dadurch Kosten für SMS-Versand umgangen werden können. „Als Konkurrenten Spiele bewarben, (...) verschrieben sich Jan und Brian völlig einem schlichten, blitzschnellen Kommunikationsdienst, der fehlerlos funktioniert“, so Goetz weiter.

Koum verpspricht angesichts des Verkaufs an Facebook: „Es hätte keine Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen gegeben, wenn wir Kompromisse bei den zentralen Prinzipien hätten machen müssen, die immer unsere Firma, unsere Vision und unser Produkt prägen werden.“

Am 9. Februar dieses Jahres traf sich Koum mit Zuckerberg in dessen Haus zum Abendessen. Der Facebook-Gründer wagte den Vorstoß, eine Übernahme anzubieten. Koum überdachte die Offerte fünf Tage lang, dann fuhr er mit Erdbeeren als Mitbringsel zu Zuckerberg und sie verhandelten den Preis. Die Übernahme ist der größte Internetdeal seit der 124 Milliarden Dollar schweren Fusion von AOL und Time Warner im Jahr 2001.

  • Bloomberg
  • dpa
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15 Kommentare zu "WhatsApp-Gründer Koum: Der Milliardär, der mit Lebensmittelmarken zahlte"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • da kann man mal sehen was es einem Mark Zuckerberg wert ist an die Verschlüsselung von Millionen von Smartphone Nutzern zu kommen. Aber evtl. handelt er ja nur im Auftrag von anderen, die das Geld ja aus dem Nichts erschaffen können ;-)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Facebook ist leider seit fast 2 Jahren nicht mehr die Website mit den meisten Usern.

    Daher dieser Verzweiflungs-Akt völlig überteuerte Transaktion
    war das gewesen.

    Die User bei Facebook werden immer älter.

    Wenn Herr Zuckerberg mithalten will muss er Innovationen und neue
    Features bringen anstatt einfach andere dazu zukaufen.

    Denn noch so einen Zukauf kann sich Facebook nicht mehr leisten.

    Man wird in Zukunft verstärkt die mobilen User anzapfen das wurde
    lange Zeit bei Facebook verschlafen.

  • @kognitiver
    Genau so ist es, wo bleibt hier die Realation zu den für die Menschheit lebensnotwendigen Werten.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Facebook kriegt sie alle, wenn nötig durch Firmenzukäufe. Leider stört es die wenigsten. Unglaublich. Rette sich wer kann.

  • Ich möchte jetzt kein Facebook-Aktionär sein.Denn wenn die Gründer von Whats App ihre Anteile versilbern,kommt der Markt unter Druck.Wer´s nicht glaubt,die Mannesmänner haben es mit den Vodafone-Anteilen,genau so gemacht,wie die Voicestream Aktionäre, mit den Telekomaktien.Meist gibt es eine zwar eine Haltefrist und einen Tag X der Übertragung,aber meist sinkt der Wert der zu übertragenden Anteile schon vorher,so dass am Ende immer mehr Anteile überschrieben werden müssen, um auf das gleiche Geld zu kommen,ein Teufelskreis für die Aktionäre der übernehmenden Firma.

  • Schlechter Schreibstil meine Damen und Herren von der Redaktion. Koum ist kein eingewanderter Software-Entwickler,
    er ist mit seiner Mutter als Jugendlicher eingewandert und machte seine Ausbildung in den Staaten. Erst dort wurde er Software-Entwickler und sah seine Chancen. Hier in diesem Text ist es nicht so gravierend, was machen wir aber, wenn über Christian Wulff täglich Platitüden und Unwahrheiten ergossen werden; schlimm, ganz schlimm. Das nennt sich dann Pressefreiheit. Eigentlich sollten wir diese Leute bei mehrmaliger Wiederholung nach Sibirien zum Schnee schippen schicken, so für vier Wochen erstmals.

  • Das einzig smarte am Smart-Phone waere...es nicht zu nutzen. Wer es dennoch tut, der soll sich bitte nicht darueber beklagen, das wohl ausgefeilteste Spionagetool der bisherigen Menschheitsgeschichte zu nutzen. Dies nicht zu erkennen, waere nicht mal nicht nur smart, sondern extrem dumm.

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