WhatsApp-Rivale

Investoren geben Snapchat fast zwei Milliarden Dollar

Mit Snapchat verschicken vor allem junge Nutzer Fotos, Videos und Nachrichten. Investoren sind davon offenbar sehr angetan – und stellen dem Kurznachrichtendienst 1,8 Milliarden Dollar zur Verfügung.
Laut Insidern ist das Unternehmen 20 Milliarden Dollar wert. Quelle: dpa
Snapchat-Logo

Laut Insidern ist das Unternehmen 20 Milliarden Dollar wert.

(Foto: dpa)

BangaloreDer WhatsApp-Rivale Snapchat hat sich eine Milliarden-Geldspritze gesichert. Insgesamt hätten Investoren dem Kurznachrichtendienst 1,8 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Wie hoch die Bewertung der Firma damit insgesamt ist, ließ der US-Dienst offen, der nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen überwiegend junge Nutzer hat. Die Technologie-Seite TechCrunch berichtete am Montag unter Berufung auf Insider, dass Snapchat ungefähr 20 Milliarden Dollar wert sein könnte.

Nutzer können über Snapchat Fotos, Videos und Nachrichten verschicken. Die Besonderheit dabei ist, dass die verschickten Fotos nur für kurze Zeit auf den Geräten des Empfängers sichtbar sind, bevor sie wieder verschwinden. Auch Geld kann versendet werden. Dabei kooperiert Snapchat mit dem Onlinebezahl-Anbieter Square.

Ende 2013 wurde Snapchat noch mit etwa drei Milliarden Dollar bewertet. Zu diesem Preis wollte damals Facebook das Unternehmen kaufen.

Die fünf Schattenseiten des Silicon Valley
1. Brutale Personalpolitik
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Zu viel Harmonie schade dem wirtschaftlichen Erfolg, lautet etwa das Credo bei Amazon. Berichte ehemaliger Mitarbeiter in der „New York Times“ zeigen, was das bedeutet: nach Mitternacht berufliche Mails, die zu beantworten sind; Appelle, weniger leistungsfähige Kollegen zu verpetzen. Im Bild: Amazon-Chef Jeff Bezos.

Stress und hohe Arbeitsbelastung
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Ein früherer Marketing-Mitarbeiter von Amazon sagte: „Fast alle Leute, mit denen ich zusammenarbeitete, sah ich an ihrem Tisch sitzen und weinen.“

2. Eintönige Führungskultur
3 von 10

Im Silicon Valley herrscht eine homogene Truppe: weiß, männlich, Mittelklasse. Die Atmosphäre in vielen Start-ups sei gar frauenfeindlich, sagt manch eine Investorin.

Weiß, männlich, Mittelklasse
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Die Investorin Nnena Ukuku, deren Eltern aus Nigeria stammen, sagte dem Handelsblatt: „Das Einzige, was schlimmer ist, als in der Technologiewelt eine Frau zu sein, ist eine schwarze Frau zu sein.“ Schwarze Gründer würden gar nicht ernst genommen.

3. Prekäre Selbstständigkeit
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Die „Uberisierung“ der Wirtschaft, in der Fahrer, Kuriere oder Putzkräfte nicht mehr angestellt sind, sondern Unternehmer, lässt die "Sharing Economy" boomen.

Ärger mit den Behörden
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Hotels und Taxi-Gewerbe werden damit überflüssig. Das schafft Unabhängigkeit, verlagert aber das unternehmerische Risiko. Das Modell sorgt auch bei Behörden für Unmut, die sich um Steuersummen in Millionenhöhe geprellt sehen.

4. Das Ende der Privatsphäre
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Das Valley feiert die Philosophie ständiger Verfügbarkeit und Arbeitsbereitschaft. Google oder Facebook holen ihre Programmierer morgens mit dem Bus zu Hause ab. Auf dem „Campus“ servieren sie kostenlose Bio-Mahlzeiten.

  • rtr
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