WhatsApp-Rivale Sonys Filmproduktionschef wechselt zu Snapchat

Sonys Filmproduktionschef Michael Lynton wird Aufsichtsrat bei Snap, Mutterkonzern des Kommunikationsdienstes Snapchat. Der WhatsApp-Konkurrent Snapchat wagt Insidern zufolge bald den Sprung an die Börse.
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Der IPO-Kandidat wirbt Sonys Filmproduktionschef als Aufsichtsrat ab. Quelle: AFP
Snapchat

Der IPO-Kandidat wirbt Sonys Filmproduktionschef als Aufsichtsrat ab.

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Los AngelesDer japanische Elektronik- und Unterhaltungskonzern Sony muss seinen Filmproduktionschef ziehen lassen. Manager Michael Lynton heuere Anfang Februar als Chairman bei der Snapchat-Mutter Snap an, teilte Sony am Freitag mit. Lynton war 13 Jahre für Sony tätig - zuletzt als Chef von Sony Pictures Entertainment. Die US-Tochter des japanischen Konzerns ist in der Produktion und dem Vertrieb von Fernseh- und Filminhalten tätig.

Der WhatsApp-Rivale Snapchat wagt Insidern zufolge bald den Sprung an die Börse. Das Unternehmen könnte dabei mit 20 bis 25 Milliarden Dollar bewertet werden. Es wäre der größte US-Börsengang seit dem Debüt des chinesischen Onlinehändlers Alibaba vor mehr als zwei Jahren. Snapchat wurde 2012 gegründet.

Wie Sie erfolgreich in Tech-Firmen investieren
Das Buch: Silicon Valley Investing
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„Investieren in die Superstars von heute, morgen und übermorgen“, lautet der Titel des Buches von Thomas Rappold, das gerade im FBV-Verlag (ISBN: 978-3-89879-897-6) erschienen ist. Rappold wendet sich darin gezielt an Privatanleger, die schon jetzt in die nächsten Superstars wie Facebook oder Google investieren wollen. Der Autor ist selbst als Investor aktiv und erklärt die wichtigsten Bewertungskennzahlen für Investments in aufstrebende Start-ups – schon lange vor dem Börsengang.

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Die folgenden zehn Bewertungskennzahlen, die Thomas Rappold zusammengestellt hat, gehen auf Tomasz Tunguz, Risikokapitalunternehmer bei Redpoint im Silicon Valley, zurück. Gut 15 Jahre nach den ersten Internet-Börsenhypes, wo häufig rein fiktive Kennzahlen über angeblich erfolgreiche Tech-Firmen gehandelt wurden, haben sich harte betriebswirtschaftliche Kennzahlen auch bei Internetunternehmen durchgesetzt.

Umsatzwachstum
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In absoluten Zahlen zeigt das Umsatzwachstum, wie gut oder schlecht das Produkt oder eine Dienstleistung grundsätzlich angenommen wird. Die Zusammensetzung des Umsatzes gibt wiederum einen Einblick, ob das Wachstum von vielen Kunden in überschaubaren Verkaufszyklen oder durch wenige Großkunden über längerfristige Vertriebsanstrengungen generiert wird.

Nettoertrag
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Umsatz - sämtliche Kosten = Nettoertrag. Wenn unterm Strich ein Minus bleibt, spricht man von der „Cash Burn Rate“, der sogenannten Geldverbrennungsrate. Aus den Parametern Cash, Nettoertrag und Umsatz lässt sich ermitteln, wann und in welcher Größenordnung eine neue Finanzierungsrunde notwendig wird. „Eine hohe Cash Burn Rate muss nicht zwingend schlecht sein“, merkt Rappold an, „insbesondere dann, wenn das Unternehmen hohe Vorabkosten tätigt, um sich als Marktführer positionieren zu können.“ Viele Risikokapitalfinanzierte Internetfirmen operieren nach dem Prinzip: „The Winner takes it all“ - siehe Google für das Geschäft mit Suchmaschinen oder Facebook für Soziale Netzwerke – weswegen die Nettoerträge bei einem Börsengang auch häufig in den ersten Jahren negativ sind.

Nettoertrag
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Als der Kurzmitteilungsdienst Twitter im Herbst 2013 den Sprung aufs Parkett wagte, war der Nettoertrag negativ. Rappold: „Hohe Cash-Burn-Raten werden dann zu einem Problem, wenn sich die Stimmung an den Finanzmärkten ins Negative dreht und die Kapitalbeschaffung und Unternehmensbewertungen herausfordernder werden. Dann kann auch ein Internethighflyer in wenigen Wochen zu einem Übernahme- oder Insolvenzkandidaten werden.“ Um kritische Finanz- und Börsenphasen aushalten zu können, werden Start-ups daher im Idealfall mit bis zu dreistelligen Millionenbeträgen finanziert.

Bruttomarge
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Wie teuer die Herstellung eines Produktes ist zeigt die Bruttomarge: die Berechnungsgrundlage dafür ist Umsatz minus Herstellungs- und Vertriebskosten. Verdient eine Firma ihr Geld damit, Software zu verkaufen, schließt dies Server- und Hosting-Kosten, Softwarelizenzen und Umsatzbeteiligungen durch Dritte (beispielsweise Werbenetzwerke) ein. „Viele Softwareunternehmen haben Bruttomargen von 80 Prozent oder mehr“, so der Experte Rappold. „Daraus speist sich die hohe Attraktivität.“ Durch Cloud-Computing steigen die Margen dann noch zusätzlich, weil Wartung und Aftersales-Service deutlich günstiger sind, als bei herkömmlichen Softwareinstallationen auf Einzelrechnern.

Deckungsbeitragsmarge
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Den Gewinn pro Einheit exklusive der Fixkosten gibt die Deckungsbeitragsmarge an. Zur Berechnung nimmt man den gesamten Umsatz aus dem Verkauf minus variable Kosten, die notwendig sind, um das Produkt zu verkaufen (also insbesondere Vertriebs- und Marketingkosten). Thomas Rappold: „Je höher die Deckungsbeitragsmarge, desto profitabler ist das Geschäft.“ In der Regel liegen sie je nach Branche bis fünf bis 25 Prozent; sie sollten aber auch immer im Kontext der Fixkosten gesehen werden.

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  • rtr
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